Dinslakener Kobras entscheiden Spiel zehn Sekunden vor Ende4:3 nach 0:3 gegen Ratingen

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Zwei Drittel lang waren die Gäste die tonangebende Mannschaft und den Giftschlangen in allen Belangen überlegen, erspielten sich bis zur 40. Spielminute eine völlig verdiente 3:0-Führung, um in den letzten 20 Minuten dann doch noch mit leeren Händen die Heimreise antreten zu müssen.

40 Minuten lang waren die Dinslakener nahezu chancenlos, einiges erinnerte an den schwachen Auftritt beim letzten Spiel in Neuss. Nur Ratingen war gestern deutlich stärker als der Auswärtsgegner der letzten Woche. Sie waren läuferisch und spielerisch stark, hatten den nötigen Siegeswillen, um die Partie nach Hause zu bringen und hatte das Vanek-Team doch einmal den Puck, waren sie gedankenschnell und vermochten immer wieder die Passwege der Kobras zuzustellen.

Und so war es kaum verwunderlich, dass Malte Hodi in der fünften Spielminute den ersten Ratinger Treffer erzielte. Er nutzte die zu große Schnittstelle zwischen den beiden Dinslakener Verteidigern und konnte mit einem schönen Rückhandschlenzer unter die Latte auch Justin Schrörs überwinden. Auch wenn im ersten Abschnitt das Torschussverhältnis für die Dinslakener sprach, hatten sich die Gäste die deutlich gefährlicheren Chancen erspielt. Mit dem 0:1 aus Sicht der Kobras ging es dann in die erste Drittelpause.

Im Mittelabschnitt war die Dominanz der Gäste noch größer. Die Gastgeber wirkten viel zu pomadig, als dass man das Gefühl hätte haben können, dass die Kobras nun die Partie nun drehen würden.

Dementsprechend war es folgerichtig, dass die Gäste bis zur 29. Spielminute durch Tore von Patrick Gogulla und Dennis Fischbuch auf 3:0 davonziehen konnten. Auch das Torschussverhältnis von 7:16 sprach Bände. Nach dem Mittelabschnitt haben nur die Wenigsten einen Pfifferling auf einen Kobra – Sieg gesetzt.

Die Wende leitete ein Unterzahltreffer von Marek Malinsky in der 46. Spielminute ein. Als im Anschluss zwei Giftschlangen-Akteure unmittelbar nacheinander in die Kühlbox mussten, schwante dem Dinslakener Anhang berechtigterweise nichts Gutes. Doch diese Strafzeiten bewirkten genau das Gegenteil. Mit Kampf und Einsatz überstanden die Niederrheiner diese brenzligen Situationen und hatten sich nun zum einen eine gehörige Portion Selbstvertrauen geholt, zum anderen in einen Modus gespielt, den man als Grundvoraussetzung für einen Sieg benötigt. Jetzt hatten sie den Kampf angenommen, waren deutlich agiler und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor von Christoph Oster auf. Am Ende des Drittels hatten sie sich ein Torschussverhältnis von 12:9 erarbeitet.

Und sie schafften es eben auch, sich zu belohnen: Während eines Überzahlspiels in der 55. Spielminute verkürzte Kapitän Benni Hüsken auf 2:3. Als dann der DEG-Förderlizenzspieler Dennis Mensch gut drei Minuten vor dem Ende aus dem Gewühl heraus den Ausgleich erzielte, waren die Giftschlangen und ihre Anhänger überglücklich.

Doch es kam noch besser: Bedingt durch eine Strafzeit gegen einen Außerirdischen 70 Sekunden vor dem Ende konnten die Hausherren nochmals ihr Überzahlspiel aufziehen. Und als Schlitzohr Dominik Scharfenort Aliens-Goalie Christoph Oster zehn Sekunden vor dem Ende von einer Position schräg hinter dem Tor die Scheibe in dessen Rücken spielte und sie von dort aus ins Tor fiel, war die Partie gedreht und der Jubel auf den Rängen kannte keine Grenzen. 

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