Dinslakener Kobras auch in Dortmund erfolgreichWieder 6:5 nach Verlängerung

Die Kobras gewinnen auch in Dortmund. (Foto: Dinslakener Kobras)Die Kobras gewinnen auch in Dortmund. (Foto: Dinslakener Kobras)
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Die Dinslakener starteten konzentriert, waren laufbereit, kompromisslos und nah am Gegner. Sie selbst erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten und keiner der Hausherren hätte sich wundern dürfen, wäre das erste Drittel nicht 2:1, sondern 4:1 oder 5:1 für Dinslaken ausgegangen wäre. Doch es blieb bei den Treffern von Stefan Dreyer und Martin Beneš. Maximilian Jung war für Dortmund erfolgreich.

Der Mittelabschnitt was aus Dinslakener Sicht einer zum Vergessen. Die Gäste hatten durch das spät erzielte Tor des ersten Drittel etwas Rückenwind besorgt, doch besorgniserregend war dies aus Giftschlangensicht noch nicht. Erst als die Vanek-Truppe zwischen der 32. und 35. Spielminute, jeweils bei eigener Überzahl, in einen kollektiven Tiefschlaf fiel und damit zwei erfolgreiche Konter zuließen, bei denen Ken Passmann, der gemäß der Absprache zur Spielhälfte für Lukas Eckardt das Dinslakener Gehäuse hütete, völlig machtlos war, kippte die Partie. Jetzt traten die Eisadler mit breiter Brust auf und trafen auf geschockte Kobras. Als nur knapp zwei Minuten nach dem 3:2 Tim Linke zum 4:2 für die Gastgeber einnetzte, hatten die Hausherren das Spiel gedreht. Nach diesem Treffer nahm Dinslakens Coach eine Auszeit. Er schien die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Dinslakener kamen 20 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts durch einen Treffer von Martin Beneš zurück in die Begegnung.

Die zweite Pause war wohl sehr wichtig für die Dinslakener. So konnten sie sich neu sortieren und versuchen, die Regie des Spiels zurück zu erobern. Dies war nicht so leicht wie erhofft. Dennoch ließ man sich jetzt wieder häufiger vor des Gegners Kasten blicken. Und als Dennis Appelhans in der 44. Spielminute den 4:4-Ausgleich erzielte, schien die Kobras-Welt so halbwegs wieder in Ordnung. Doch auch die Westfalen hatten weiterhin Möglichkeiten. Eine davon verwertete fünf Minuten vor Ende der 60 Spielminuten Kevin Peschke zur erneuten Hausherren-Führung. Fortan berannte die Vanek-Truppe das Gehäuse der Bierstädter, doch auch in Überzahl sollte das Tor nicht fallen. Erst als gut zwei Minuten vor dem Ende Milan Vanek Ken Passmann zugunsten eines sechsten Feldspielers opferte fiel der Ausgleich durch einen Stürmer, bei dem es momentan so richtig läuft: Stefan Dreyer. Er bescherte der Mannschaft und dem Dinslakener Anhang die Verlängerung. Und der Rest wurde schon geschildert: Nach exakt 25 Spielsekunden ließ Martin Brabec alle diejenigen, die es mit den Giftschlangen hielten, so richtig jubeln. Zudem ärgerten sich die Kobras über einen nicht geahndeten Stockstich gegen Brabec. Nach einem Krankenhaus-Besuch ist unklar, ob er am kommenden Wochenende spielen kann.

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