Dinslaken verliert in HammAm Maxipark fehlte das nötige Scheibenglück

Dinslaken verliert in HammDinslaken verliert in Hamm
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Giftschlangen, die kurzfristig neben den bekannten Ausfällen, auch noch auf Thomas Bläsche, Petr Macaj und Alexander Brinkmann verzichten mussten, starteten gut ins Spiel. Der erste Dinslakener Angriff brachte auch gleich die Führung in der zweiten Spielminute. Stefan Dreyer und Daniel Pleger legten für Philipp Heffler auf, der Sebastian May im Hammer Tor keine Chance ließ und zum 1:0 traf. Doch die Antwort der Eisbären folgte auf dem Fuße. Nur zwei Minuten später fiel der Ausgleich, als sich Andre Kuchnia von der Dinslakener Verteidigung unbemerkt vor das Tor schleichen konnte und keine Mühe gegen Felix Zerbe hatte. Die Kobras zeigten sich von dem Tor unbeeindruckt und lieferten den Eisbären eine Partie auf Augenhöhe. Immer wieder schafften es die Giftschlangen, sich vor das Hammer Tor zu kombinieren. Wie in der zehnten Spielminute, als Dominick Spazier eine dieser Kombinationen mit Marvin Linse und Tom Goldmann zur 2:1-Führung für die Kobras verwandelte. Diese hatte bis zur 18.Minute bestand, doch dann schlugen die Eisbären wieder gnadenlos zu. Die Dinslakener Hintermannschaft verlor kurz den Überblick, was Oliver Kraft sofort ausnutzte und zum 2:2 traf, was bis zur Pause bestand hatte.

Im zweiten Drittel boten beide Teams weiter eine ansehnliche Partie mit guten Chancen auf beiden Seiten. Doch für die Kobras war Hamms Torhüter Sebastian May immer wieder Endstation. Kaltschnäuziger waren da die Eisbären. Wie in der 30. Minute, als die Kobras bei eigener Überzahl nach Ablauf der Strafe eiskalt erwischt wurden. Ein Zuspiel aus dem Hammer Drittel auf den von der Strafbank kommenden Kevin Thau leitete den Konter der Eisbären ein. Der mitgelaufeneTommy Kuntu-Blankson ließ Felix Zerbe keine Chance und brachte seine Farben mit 3:2 in Führung. Die Kobras wehrten sich nach Kräften gegen diesen Rückstand, doch es wollte einfach kein Tor zum erneuten Ausgleich fallen. Besser machte es Hamm. In Überzahl konnten die Eisbären in der 35. Minute ihre Führung auf 4:2 ausbauen und in die Pause mitnehmen.

Das letzte Drittel begann mit einer für Hauptschiedsrichter Naust unglücklichen Szene. Er geriet in einen Zweikampf an der Bande und bekam einen Puck ins Gesicht, was ihm eine Platzwunde bescherte. An eine weitere Spielleitung war für ihn nicht mehr zu denken. Beide Teams verständigten sich nach dem Ausfall darauf, mit den beiden Linienrichtern als gleichwertige Schiedsrichter weiter zu spielen und das Spiel vernünftig zum Ende zu bringen. Sowohl die Linienrichter als auch beide Teams mussten sich zunächst mit der neuen Situation zurechtfinden und das Spiel nahm erst langsam wieder Fahrt auf. Dafür schlichen sich immer mehr Nickeligkeiten auf beiden Seiten ein, die in einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Dennis Schott und Tommy Kuntu-Blankson in der 53. Minute gipfelten. Beide wurden für ihre Boxeinlage mit 2+2+10 Minuten belohnt und durften vorzeitig duschen gehen. Eishockey wurde aber auch noch gespielt und die Kobras hatten mehrere gute Möglichkeiten, zumindest den Anschlusstreffer zu erzielen. Wie in der 50. Minute, als Tom Goldmann und Stefan Dreyer kurz hintereinander an Sebastian May scheiterten. Die endgültige Entscheidung zu Gunsten der Eisbären fiel in der 56. Minute erneut in Überzahl. Philipp Heffler saß gerade eine zweiminütige Strafe wegen Hakens ab, da schlug es zum fünften Mal im Gehäuse von Felix Zerbe ein. Nun mussten die Kobras in den verbleibenden Minuten einen Drei-Tore-Rückstand wieder aufholen. Dieses Unterfangen gelang den Giftschlangen nicht mehr, auch weil den Dinslakener Stürmern das nötige Scheibenglück vor dem Eisbärentor fehlte. So geht die Niederlage am Ende auch in der Höhe in Ordnung, da Hamm an diesem Abend kaltschnäuziger war und die individuellen Fehler in der Dinslakener Verteidigung konsequent nutzte. Für Coach Grygiel und seine Kobras heißt es nun in den kommenden Wochen, diese Fehler abzustellen und die Chancenverwertung zu verbessern, damit endlich mal wieder Punkte auf das Dinslakener Konto kommen.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!