Dinslaken führt in Hamm nach 40 Minuten, verliert aber 4:7Spiel eins geht an die Eisbären

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Die Kobras, die dann letztendlich doch auf Dominick Spazier, der sich im Abschlusstraining so schwer verletzte, dass dies das Saisonende für ihn bedeutet, als auch auf den beruflich verhinderten Daniel Pleger und Sven Linda verzichten mussten,  zeigten sich zwei Drittel lang von ihrer Schokoladenseite und konnten auch als Außenseiter nicht nur dank einer hervorragenden kämpferischen Einstellung mithalten, sie gestalteten auch über weite Phasen das Spielgeschehen.

Nach dem 0:1 aus Sicht der Giftschlangen durch Kevin Thau schwante dem zahlreich mitgereisten Dinslakener Anhang nichts Gutes, zumal erst gut 100 Sekunden gespielt waren. Hamm blieb anschließend am Drücker, doch dass die Kobras nicht als Trainingspartner angereist waren, bewiesen sie bereits in der fünften Spielminute. Da erzielten die Gäste nämlich den 1:1-Ausgleich. Alex Brinkmann bediente im Zuge eines Tempogegenstoßes Stefan Dreyer und dieser bedankte sich mit einem platzierten Schuss in das Gehäuse von Sebastian May.

Dieser Treffer setzte bei den Weißen zusätzliche Kräfte frei und sie begannen, die Partie in die eigenen Hände zu nehmen. Als nur 17 Sekunden später Martin Jakubek den 2:1-Führungstreffer erzielte, waren die Gastgeber geschockt und die Niederrheiner obenauf. Als dann noch Michal Plichta, nach einer gerade abgelaufenen Strafzeit gegen den ehemaligen Dinslakener Spieler Kamil Vavra, den Vorsprung auf zwei Tore vergrößerte, keimte Hoffnung unter den Kobra-Fans auf, beim Sieger der Meisterrunde eine kleine Sensation schaffen zu können. Beim Spielstand von 3:1 aus Gästesicht ging’s zum ersten Mal in die Kabinen.

Der Mittelabschnitt war ausgeglichen, was sich auch im Drittelergebnis niederschlug. Beide Teams hatten mehrere gute Einschussmöglichkeiten, doch Sebastian May und Lukas Schaffrath zeigten nun ihr ganzes Können. Eine Unaufmerksamkeit der Dinslakener während eines Powerplays bescherte ihnen dann auch gleich einen Konter mit einem Torabschluss. Robin Loecke hatte diesen Treffer erzielt. Später verletzte er sich während des weiteren Verlaufes so schwer, dass er nicht mehr weitermachen konnte. Aus Dinslaken kommen die besten Genesungswünsche für ihn mit der Hoffnung, dass sich die Verletzung als nicht so schlimm herausstellt. 

Zurück zum Spiel. Die Giftschlangen erwiesen sich aber weiterhin als gleichwertiger Gegner und konnten durch Kevin Wilson, bei einer doppelten Überzahlsituation, den alten Torabstand wiederherstellen. Beim Stand von 4:2 für die Gäste rief der Unparteiische zum zweiten Kabinengang auf. Die Westfalen kamen besser aus dem Pausenraum und wurden nun etwas offensiver, was in der 46. Spielminute durch den 3:4-Anschlusstreffer durch Marvin Cohut nach sich zog. Jetzt zog der Erste der Meisterrunde das Tempo so richtig an und die Kobras stemmten sich mit allen Körperteilen dagegen. Es wurde sich immer wieder in die Schüsse geworfen, gegrätscht oder mit dem Schläger versucht, das Unheil zu verhindern. Von nun an mussten sich die Gäste in erster Linie auf Konter beschränken. Und wer weiß, ob die Hammer noch einmal zurückgekommen wären, hätte Tom Goldmann während eines solchen Konters bei seiner Chance zum 5:3 ein paar Zentimeter weiter links gezielt und auch getroffen. Aber hätte, hätte, Fahrradkette.

Und nachdem die Dinslakener sich langsam wieder Zugriff auf Puck und Gegner erarbeitet hatten, kam die Wende des Spiels zugunsten des Favoriten. Michel Maaßen schnappte sich in der 54. Minute aus dem eigenen Drittel den Puck, nahm Geschwindigkeit auf und kein Akteur der Gäste war imstande, ihn in diesem Moment von der Scheibe zu trennen. Über rechts ging sein Alleingang und er ließ beim Torschuss auch Lukas Schaffrath keine Chance. Dies war der Ausgleich zum 4:4. Und weil dies so gut geklappt hat, versuchte er eine Blaupause seines Solos nur 71 Sekunden später. Wieder mit Erfolg, diesmal allerdings von der linken Seite. Die Kobras zeigten sich ein wenig geschockt, hatten aber noch ihre Möglichkeiten. Denn knapp 4 Minuten vor Spielende bekamen sie noch einmal eine Überzahlsituation zugesprochen. Doch dann kam auch noch etwas Pech dazu: Nach einem Pressschlag an der blauen Linie stieg der Puck zunächst hoch und fiel dann genau vor die Füße eines Eisbärenspielers. Dieser schickte dann den besten Torschützen der Regionalliga, Kevin Thau, auf die Reise, der mit dem 4:6 aus Sicht der Kobras für mehr als die Vorentscheidung sorgte. Kurz vor Ende gerieten dann Michal Plichta und Kevin Thau aneinander, was eine Überzahlsituation für die Hausherren zur Folge hatte. Diese konnte erneut Michel Maaßen zum 7:4-Endstand nutzen.

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