Didi Hegen sucht erneut die besten HobbyspielerDirty Denglers Rosenheim wollen ihren Titel erneut verteidigen

Das Foto ist nicht ganz scharf, weil die Party in der Kabine schon losging: So feierten die Dirty Danglers aus Rosenheim im vergangenen Jahr den Titelgewinn. (Foto: EC Dirty Danglers)Das Foto ist nicht ganz scharf, weil die Party in der Kabine schon losging: So feierten die Dirty Danglers aus Rosenheim im vergangenen Jahr den Titelgewinn. (Foto: EC Dirty Danglers)
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Meist gehen diese Teams erst sehr spät abends, manchmal auch früh morgens aufs Eis. Dann, wenn die regulären Vereine nicht mit ihren Senioren- oder Nachwuchsmannschaften trainieren. Dann, wenn auch keine öffentliche Laufzeit veranstaltet wird. Es ist also beinahe schon nachtschlafende Zeit, wenn die Punktspiele in den zahlreichen deutschen Hobbyligen über die Bühne gehen. Ausgerechnet einer der erfolgreichsten deutschen Eishockeyspieler aller Zeiten hatte die Idee, den Hobbycracks eine Bühne zu geben: Didi Hegen. In Düsseldorf, aber auch in Duisburg eine Ikone.

Der Mann, der in der Bundesliga-Geschichte nach Erich Kühnhackl die zweitmeisten Tore erzielte, wurde als Spieler satte siebenmal Deutscher Meister: einmal mit dem EC Hedos München, zweimal mit dem Kölner EC und viermal mit der Düsseldorfer EG. Als Trainer führte er den EV Duisburg im Jahr 2005 zur Meisterschaft in der 2. Bundesliga – und damit zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga. Vier Jahre gehörten die Füchse daraufhin der höchsten deutschen Spielklasse an.

Nun ist er Inhaber der Agentur DH23 Sportevents und bittet seit 2017 an der Düsseldorfer Brehmstraße zur Deutschen Hobby-Meisterschaft. „Die Jungs haben immer sehr viel Spaß“, freut sich Hegen über den Erfolg der Idee. Damit die Voraussetzungen fair sind, dürfen keine früheren Spieler der ersten drei Eishockey-Ligen teilnehmen. „Ab der Regionalliga abwärts geht das, dann müssen diese Ex-Spieler aber seit fünf Jahren inaktiv sein. 70 bis 80 Prozent aller Teilnehmer sind aber reine Hobbyspieler.“

Hegen sorgt dafür, dass das Umfeld stimmt. „Damit auf dem Eis alles ruhig abläuft, brauchst du erfahrene Schiedsrichter“, sagt der frühere Nationalspieler. Mit Uwe von de Fenn hat er einen früheren Topschiedsrichter gefunden, der ihm hilft. „Uwe sorgt dafür, dass immer zehn bis zwölf erfahrene Schiris vor Ort sind. Die Spieler merken, wen sie da vor sich haben und verhalten sich entsprechend.“

Gespielt wird an drei Tagen – diesmal ist es der 12. bis 14. April. Genutzt werden beide Eisflächen an der Brehmstraße. „Wir haben einen Bierwagen, einen Verpflegungsstand“, sagt Hegen. „Auch Sanitäter sind vor Ort, wenn sich mal jemand verletzt.“ Hoch im Kurs steht die Players Party am Samstagabend. „Die Jungs freuen sich, wenn sich untereinander kennenlernen können.“ Dabei gehen die Hobbyspieler auch locker auf Didi Hegen zu – was auch ganz im Sinne des so bekannten Ex-Profis ist. „Mich freut das“, sagt er. Und er ergänzt mit einem Lächeln: „Da wird ja auch das eine oder andere Bier getrunken. Das senkt dann die Hemmschwelle ohnehin.“

„Das Turnier ist super organisiert – und ist ja noch am Anfang. Das wird von Jahr zu Jahr besser“, sagt Stefan Zenz von den Dirty Denglers. „Mit Didi und Oli (Oliver Posth, der mit Hegen DH23 Sportevents betreibt, Anm.d.Red.) verstehen wir uns super. Wir freuen uns schon, die beiden wiederzusehen.“ Denn klar ist: Die Rosenheimer wollen in diesem Jahr ihren Titel vertreiben. Die Dirty Denglers spielen in der RHL1, der ersten Spielklasse innerhalb der Rosenheimer Hobbyliga. Im vergangenen Jahr hatten die Dirty Denglers das Finale der Liga und des RHL-Pokalwettbewerbs erreicht.

Bis zu 20 Mannschaften können an der Deutschen Eishockey-Meisterschaft für Hobbyteams teilnehmen. Das Teilnehmerfeld setzt sich aus Mannschaften aus ganz Deutschland zusammen – es kommen mitunter aber auch Mannschaften aus dem nahen Ausland hinzu. „Noch sind einige wenige Plätze frei“, sagt Hegen. Wenn Hobbyteams noch mitmachen wollen, können sie sich unter [email protected] melden. Die Teilnahmegebühr einschließlich Players Party beträgt für das gesamte Team 950 Euro. Sollten sich mehr als 20 Teams melden, entscheidet das Los.

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