Dezimierte Ice Dragons gewinnen in Neuss deutlichHerforder EV

Dezimierte Ice Dragons gewinnen in Neuss deutlichDezimierte Ice Dragons gewinnen in Neuss deutlich
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Nur fünf Stürmer und sechs Verteidiger reisten mit nach Neuss, so dass Coach Uwe Geiselmann zum Improvisieren gezwungen wurde und kurzerhand Philipp Brinkmann in den Sturm stellte. Die Ice Dragons benötigten ein paar Minuten, um sich an die neu formierten Reihen zu gewöhnen, zu Beginn des Spiels musste also vor allem Torwart Sören Werth dafür sorgen, dass sein Team nicht in Rückstand geriet. Doch diese Phase dauerte nur kurz. Ab der sechsten Spielminute hatten die Ice Dragons dann das Heft des Handels in der Hand. Mit harten aber fairen Checks kauften sie Ihren Gegnern erst ein wenig den Schneid ab, um sich dann spielerisch in Szene zu setzen und langsam Druck aufzubauen. Dieser Druck wirkte sich dann in der neunten Minute auch erstmals auf den Spielstand aus. Fabian Staudt legte vor dem Tor perfekt quer, Philipp Brinkmann zeigte, dass er auch Stürmer kann und verwandelte gekonnt zum 1:0. Jetzt kamen die Ice Dragons ins Rollen, machten mächtig Druck auf das von Marcel Hormanns gehütete Neusser Tor und zwangen die Gastgeber immer wieder zu Rettungstaten. Doch irgendwann wurde der Druck für die Gastgeber zur groß und Lucas Klein erhöhte auf 2:0 Als dann noch Fabian Staudt in der 17. Minute im  Powerplay erst seine Gegenspieler schwindelig spielte und anschließend zum 3:0-Pausenstand verwandelte, hatten die Ice Dragons die Partie endgültig im Griff.

Auch im zweiten Drittel änderte sich dieses Bild nicht. Nur knapp zwei Minuten waren gespielt, da stand es bereits 4:0. Sebastian Riede war alleine auf den Neusser Goalie zugelaufen, scheiterte aber im Abschluss. Doch René Burchot sprintete heran und verwandelte den Abpraller eiskalt. Zwar kamen die Gastgeber fünf Minuten später zum 1:4-Anschlusstreffer, als Tobias Bel in Überzahl einen Abpraller über die Linie drückte, doch Philipp Brinkmann antwortete nur weitere 90 Sekunden später mit einem Solo über die gesamte Eisfläche, bei dem er diverse Gegenspielern aussteigen ließ, erst am Goalie scheiterte und dann doch noch seinen eigenen Abpraller zum 5:1 verwandelte. Den Schlusspunkt unter dieses Drittel setzte dann Fabian Staudt, der in der 37. Minute in Unterzahl auf 6:1 erhöhte. Lucas Klein hatte sich an der Seite durchgetankt und mit der Rückhand auf Fabian Staudt durchgesteckt, der dann einen Abwehrspieler aussteigen ließ und dann dem Torwart die Scheibe durch die Beine schob.

Im letzten Drittel vergingen gute sieben Minuten, bis sich das erste Mal etwas auf der Anzeigentafel änderte. Jan-Niklas Linnenbrügger hatte sich an der blauen die Scheibe erkämpft, lief auf den Torwart zu, ließ diesen aussteigen und legte dann uneigennützig auf René Burchot zurück, der zum 7:1 verwandelte. Die Messe war gelesen, die Ice Dragons verlegten sich nun darauf, das Spiel zu kontrollieren, mussten jedoch noch einen Gegentreffer einstecken, als Christian Schmitz in der 52. Minute in Überzahl wunderbar freigespielt wurde und einen mächtigen Schlagschuss im Tor unterbrachte. Jedoch stellte Philipp Brinkmann nur 17 Sekunden später dem alten Abstand wieder her, als er einfach mal draufhielt und durch die Hosenträger des Goalies zum 8:2-Endstand traf. Einen Aufreger gab es dann doch noch, als ein eigentlich harmloses Gerangel zwischen Sebastian Riede und Kevin Woidtke mit einem Kopfstoß des Neussers und einer daraus resultierenden Matchstrafe für den Spieler der Gastgeber endete.

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