Dezimierte Buchloer holen gegen Füssen beinahe ein 0:5 aufBeeindruckende Aufholjagd wird nicht belohnt

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Denn während die Gäste aus Füssen nach 23 Minuten bereits mit 0:5 in Front lagen, starteten die erneut extrem ersatzgeschwächten Buchloer im Anschluss eine famose und couragierte Aufholjagd, die am Ende aber dennoch nicht belohnt wurde. So stand nach einem packenden Derby für die unermüdlich kämpfenden Piraten abschließend eine 4:5 (0:3, 3:2, 1:0)-Heimniederlage auf der Anzeigentafel. „Hut ab vor der Buchloer Mannschaft“, zollte auch Gästetrainer Thomas Zellhuber dem Buchloer Comeback seinen Respekt, wenngleich er sehr froh über den wichtigen Auswärtssieg seiner Mannschaft war.

Schließlich hätte keiner der 467 Zuschauer nach gut 25 Minuten noch damit gerechnet, dass der Buchloer Rumpfkader noch einmal so zurückkommen würde. Zu dominant agierten die mit 21 Spielern angereisten Gäste bis zu diesem Zeitpunkt und führten auch völlig verdient mit 0:5. Vor allem im sonst so staken Unterzahlspiel des ESV erwischten die spielerisch und läuferisch bis dato klar besseren Füssener die mit gerade einmal 13 Feldspielern – darunter z.B. auch der junge 1b-Spieler Leonard Gutsche – angetretenen Buchloer eiskalt. Denn mit den ersten beiden Überzahlspielen führte der EVF nach einem Doppelschlag durch Sean Kavanagh und Marvin Schmid schnell mit 0:2 (5., 6.). Im Anschluss erhöhte Veit Holzmann nach einer gerade überstandenen ESV-Unterzahl gar auf 0:3 (14.). Kurz vor der ersten Pause dann der nächste Nackenschlag: Christopher Lerchner musste nach einem Zusammenprall mit einer 5+Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Nicht nur wegen dieser Szene haderten die Buchloer das ein oder andere Mal mit den Schiedsrichterentscheidungen. Immerhin war Sekunden zuvor die Pfeife der Unparteiischen bei einer ähnlichen Aktion der Gäste noch stumm geblieben, während der ESV dann mit dieser harten Entscheidung leben musste.

Bedingt durch die fünfminütige Unterzahl starteten die Freibeuter also auch ins zweite Drittel in numerischer Unterlegenheit, was die Gäste prompt erneut ausnutzten. Wiederum Veit Holzmann in einfacher und kurz darauf Lubos Velebny sogar in doppelter Überzahl ließen dem armen Alexander Reichelmeir im ESV-Kasten keine Chance und erhöhten nach nicht einmal 23 Minuten auf 0:5. Und nachdem Trainer Topias Dollhofer nach der Spieldauerstrafe von Kapitän Lerchner nur noch drei gelernte Verteidiger zu Verfügung standen, musste man aus Buchloer Sicht das Schlimmste befürchten. Doch statt einem sich anbahnenden Debakel bewiesen die Rot-Weißen wie schon am Freitag in Erding eine unglaubliche Moral und ein unbändiges Kämpferherz. Denn während auf der Auswechselbank zwischenzeitlich mit fünf Feldspielern gerade einmal noch ein Block einsatzbereit war, bissen sich die Freibeuter zurück ins Spiel und starteten eine beeindruckende Aufholjagd. Zunächst traf Ladislav Marek bei seinem Heimdebüt zum 1:5 (33.), ehe Martin Zahora (36.) und Alexander Krafczyk (38.) bis zur zweiten Drittelpause den Abstand sogar auf zwei Tore verkürzten.

Im Schlussdrittel wurde es somit nochmals richtig spannend, vor allem, da Füssens Marc Besl mit einem fragwürdigen Penalty an Reichelmeir scheiterte und somit die Vorentscheidung verpasste (46.). Stattdessen glückte den Hausherren durch Oldie Tobias Kastenmeier in Überzahl tatsächlich der nächste Treffer zum 4:5 (48.), womit das Derby nun endgültig wieder vollkommen offen war. In den letzten zehn Minuten entwickelte sich so ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams ihre Möglichkeiten hatten. Und obwohl die Buchloer am Schluss alles auf eine Karte setzten und sogar den Torwart vom Eis nahmen, reichte es schlussendlich dennoch nicht mehr zum Ausgleich, den sich der wacker kämpfende Rumpfkader wahrlich verdient gehabt hätte.

Letztlich entführten die Füssener auf Grund des überlegenen Beginns somit auch nicht unverdient alle drei Punkte aus der Sparkassenarena und vergrößerten den Abstand als Tabellenfünfter auf den ESV auf nunmehr sieben Punkte. Die Buchloer bleiben nach der bitteren Heimniederlage mit drei Zählern Rückstand auf den Achten Passau dagegen weiter auf Rang neun.

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