Der Traum vom Aufstieg ist ausgeträumtEHC Troisdorf

Der Traum vom Aufstieg ist ausgeträumtDer Traum vom Aufstieg ist ausgeträumt
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Der Meisterschaftszug ist abgefahren und nimmt ab sofort ohne den EHC Troisdorf Fahrt in Richtung Regionalliga West auf. Am Wochenende unterlagen die Dynamites dem Königsborner JEC mit 2:5 (1:3, 0:0, 1:2) und rutschen auf Platz vier der Tabelle ab. Damit ist der Traum von der Meisterschaft und dem Aufstieg endgültig ausgeträumt. Der Titel geht an den Herforder EV, der nun einsam und alleine seine Kreise an der Tabellenspitze dreht und auch von den Teams aus Grefrath (2. in der Tabelle) und Königsborn (3.) nicht mehr einzuholen ist.

Ein Grund für das Troisdorfer Tief in der entscheidenden Saisonphase ist zweifelsohne das große Verletzungspech. Während die Grippewelle im Team weiter anhält und bereits in der Woche vor dem Königsborn-Spiel kaum noch Spieler am Trainingsbetrieb teilnehmen konnten, erwischte es den EHC direkt vor Spielbeginn noch mal so richtig: Die etatmäßige Nummer eins, Dominik Liesenfeld, knickte beim Off-Ice-Aufwärmen so unglücklich um, dass sein Fuß sofort anschwoll und an das Anziehen von Schlittschuhen nicht mehr zu denken war. Somit endete der Arbeitstag für den EHC-Schlussmann bereits, bevor er überhaupt begonnen hatte. Als Ersatzmann musste Jugendtorhüter Lukas Haack einspringen. Darüber hinaus fehlten mit Metzen, Wedemeyer, Elter, Hein und Stockhaus gleich fünf Verteidiger, sodass Dano Jansen und Daniel Kühlem in der Defensive aushelfen mussten.

Das Pech verfolgte Troisdorf dann auch bis aufs Eis: Es waren gerade einmal 15 Sekunden gespielt, da bekamen die Gastgeber einen Penalty zugesprochen, den sie dann auch verwandeln konnten. Der EHC schien sichtlich geschockt von diesem Blitzstart der Bulldogs und fand nicht wirklich ins Spiel. Diese Verunsicherung nutzte Königsborn eiskalt aus und erhöhte in der 10. Spielminute auf 2:0. Kurz darauf keimte etwas Hoffnung auf, als Tim Piontek den Anschlusstreffer für Troisdorf erzielte. Doch noch vor der ersten Drittelpause nutzte der JEC eine Überzahlsituation aus und stellte den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.

Im zweiten Drittel kam Troisdorf nun besser in die Partie. Daraus resultierend erspielte man sich nun zahlreiche Chancen, schaffte es allerdings nicht, daraus Verwertbares, sprich Tore, zu machen. Dem Troisdorfer Offensivdrang setzte Königsborn ein ums andere Mal gefährliche Konter entgegen, die jedoch alle bei Lukas Haack endeten, der eine starke Partie zeigte. So ging es mit einem torlosen Mitteldrittel in die zweite Pause.

Im letzten Drittel machten sich die Gäste das Leben insbesondere mit zahlreichen Strafzeiten selber schwer. Insgesamt 30 Strafminuten für Troisdorf standen am Ende des Schlussabschnittes auf dem Spielberichtsbogen. Hinzu kam außerdem ein weiterer Penalty für die Gastgeber, den Haack dieses Mal allerdings erfolgreich abwehren konnte. Mitte des Drittels nutzten die Bulldogs schließlich eine der Überzahlsituationen aus und zogen auf  4:1 davon. Gut fünf Minuten vor dem Ende übernahm Troisdorf wieder das Kommando auf dem Eis und erzielte in Unterzahl in Person von Lucas Kürten den erneuten Anschlusstreffer. Allerdings lief den Gästen die Zeit davon. Schließlich ging EHC-Coach André Koslowski volles Risiko und nahm seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Allerdings blieb die Maßnahme ohne zählbaren Erfolg; stattdessen traf Königsborn eine Sekunde vor dem Schlusspfiff zum 5:2-Endstand ins leere Tor.

Für die nun noch ausstehenden Partien wünscht sich Koslowski, dass sich das Troisdorfer Lazarett endlich leert und er personell wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Allen voran bei der Verletzung von Dominik Liesenfeld hoffen die Troisdorfer Verantwortlichen, dass der Goalie vielleicht ja schon beim Duelle am kommenden Freitag, 13. März, 20.30 Uhr, in Herford wieder im Kasten stehen kann. Denn, auch wenn die Partie gegen den frischgebackenen NRW-Liga-Meister keinen wirklich sportlichen Wert mehr beinhaltet, so will der EHC Troisdorf keinesfalls nur zum Gratulieren nach Herford reisen, sondern versuchen, sich für die 2:6-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren. „Wir haben in dieser Saison noch vier Spiele. Diese wollen wir möglicht gewinnen, um uns anständig in den Sommer zu verabschieden“, gibt Koslowski die Marschrichtung für die noch ausstehenden Spiele gegen Herford, Paderborn und zweimal Moers vor.

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