Der Südpark bleibt kein gutes Pflaster für die KobrasNeuss schlägt Dinslaken mit 7:5

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Ihre optische Überlegenheit von Beginn an vermochten die Giftschlangen nicht in Tore umzumünzen. Im Gegenteil: Nach gut neun Spielminuten nutzten die Gastgeber einen ihrer wenigen Vorstöße zur 1:0-Führung. Ein Überzahlspiel vier Minuten später verhalf den Kobras, ins Spiel zurückzukommen. Stefan Dreyer lenkte einen Schuss gekonnt in das von Mario Matuschik gehütete Tor zum 1:1-Ausgleich. Und es kam noch besser, als in Spielminute 17 Philipp Heffler ein Zuspiel der Neusser korrekt antizipierte, den Puck abfing und seinen Alleingang mit einem schönen Schuss in den rechten oberen Winkel abschloss. Bei diesem Spielstand ging es in die erste Pause.

Doch wer dachte, die 2:1-Führung würde etwas Ruhe in das Spiel der Kobras bringen, sah sich getäuscht. Insbesondere Zuordnungsprobleme in der Defensive brachten den NEV immer wieder gefährlich vor das von Felix Zerbe gehütete Gehäuse und es war nur eine Frage der Zeit, wann der Dinslakener Schlussmann zum zweiten Mal überwunden werden würde. Ein Doppelschlag der Heimmannschaft innerhalb von 18 Sekunden leitete die Wende in diesem Spiel ein. Jetzt wirkte das Grygiel-Team erst recht verunsichert und musste den NEV bis zur 34. Minute auf 5:2 davonziehen lassen. Nach Treffer Nummer fünf musste Felix Zerbe das Tor verlassen; seine Schutzmaske war defekt und ließ sich auch nicht kurzfristig reparieren. Von nun an stand Lukas Schaffrath zwischen den Pfosten. Langsam bekamen die Dinslakener wieder Oberwasser und nahmen mit zunehmender Spielzeit immer mehr das Heft in die Hand. Mit Erfolg: Philipp Heffler mit Treffer zwei und Michal Plichta brachten das Team um Kapitän Haßelberg bis zum zweiten Pausentee wieder auf Schlagdistanz heran.

Im Schlussabschnitt knüpften die Niederrheiner nahtlos an das gute Ende des Mitteldrittels an und konnten ihre Bemühungen auch belohnen. Erneut war es Michal Plichta, der den Kobra-Anhang jubeln ließ. Diesmal mit seinem Überzahltreffer zum 5:5-Ausgleich in der 48. Spielminute. Die Kobras hatten jetzt Puck und Gegner fest im Griff und ein Sieg war zu diesem Zeitpunkt viel wahrscheinlicher als eine Niederlage. Doch eine Strafzeit gegen die Kobras sollte dann doch das Unwahrscheinliche wahrmachen. Denn die Neusser erzielten 6 Minuten vor dem Ende bei einfacher numerischer Überlegenheit dank ihrer großen Passgenauigkeit und ihres Torjägers Holger Schrills die vorentscheidende 6:5-Führung. Als die Giftschlangen in der verbleibenden Spielzeit nun alles nach vorne warfen, wurden sie noch einmal klassisch ausgekontert und Thimo Dietrich erzielte fünf Minuten vor Spielschluss den entscheidenden siebten Treffer für das Team vom Südpark. Das darauffolgende Anrennen der Gäste sorgte für keine weitere Veränderung auf der Stadionuhr.

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