Der EHV Hessen positioniert sich zum Schutz des Eissports„Keine Corona-Probleme durch den Eissport“

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„Die Vereine im Eishockeyverband Hessen (EHV Hessen) wurden im März auf Grund des Lockdowns und dem vorzeitigen Beenden des Spielbetriebs sehr getroffen, aber die Entscheidung war richtig und zu diesem Zeitpunkt alternativlos. Über den Sommer haben alle Vereine sehr intensiv an Hygiene-Konzepten zur Rückkehr zum geregelten Trainingsbetrieb gearbeitet. Gerade für Kinder aus dem Nachwuchs war die schrittweise Wiederaufnahme des Sommertrainings ein wichtiger Schritt in Zeiten von Schulschließungen und sozialer Isolierung.

Die Vereinsvorstände der Vereine, welche ehrenamtlich tätig sind, haben in dieser Zeit einen hervorragenden Job gemacht und einerseits Aktive, Trainer, Betreuer sowie Eltern bei Laune gehalten und auf der anderen Seite Hygienekonzepte entwickelt, welche das Öffnen weiterer Eishallen ermöglichte. Durch das Fallen der Kontaktsportbeschränkungen Anfang August in Hessen fiel somit auch der Startschuss für die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings. Die Vereine an den verschiedenen hessischen Standorten haben stets eng zusammengearbeitet und wurden dabei vollumfänglich vom Eishockeyverband Hessen unterstützt. Auch die Kommunikation mit den Halleneignern und städtischen Behörden lief insgesamt sehr gut.

Durch harte Arbeit und mit Zustimmung des Gesundheitsamtes in Darmstadt konnte die dortige Eishalle bereits im Juli wieder geöffnet werden, welches eine Wiederaufnahme des Eistrainings im Süden des Bundeslandes frühzeitig ermöglichte. Die Eissporthallen in Bad Nauheim, Frankfurt, Kassel und Lauterbach folgten und setzten den Nachwuchssport wieder in Gang. Die ersten Eishockey-Wettbewerbe unter Coronabedingungen in Deutschland fanden somit in Hessen statt. In Darmstadt konnte am 22. August sowohl ein U9- als auch ein U11-Turnier durchgeführt werden. Dies war nur möglich, weil sich alle Beteiligten hervorragend an das vom Eishockeyverband und von den Vereinen erarbeitete Hygiene-Konzepte gehalten haben.

Seit mehreren Wochen ist das Eis überall aufbereitet und es findet in allen hessischen Eishallen der Trainingsbetrieb statt. Die Vereinsvorstände befinden sich im ständigen Austausch untereinander, mit dem Verband und den behördlichen Ansprechpartnern, um die Konzepte an die aktuellen Bedingungen anzupassen und so den Trainings- und Wettbewerbsbetrieb aufrecht zu erhalten. Alle Trainingsteilnehmer halten sich sehr diszipliniert an die Vorgaben, um ihren Sport betreiben zu können. Sogar bei den jüngsten Altersklassen U7 und U9 klappt das hervorragend und die Kinder verhalten sich vorbildlich. Sowohl in den Kabinen, als auch in den Gängen und auf den Tribünen sind keine Verstöße gegen die Hygiene-Regeln festzustellen. Der Spielbetrieb in den DEB-Ligen und im Landesverband konnte so auch kürzlich starten und auch dort hielten sich die Beteiligten bei den Spielen an die Vorgaben.

Das hessische Eishockey hat durch den ständigen Austausch und das Anpassen an die aktuellen Gegebenheiten Maßnahmen getroffen, die dazu geführt haben, dass es trotz mehr als 15.000 Trainingsteilnahmen in den fünf hessischen Eishallen bisher keinen einzigen Corona-Fall gegeben hat. Auch wenn anfangs die Kabinensituation als problematisch angesehen wurde, hat sich hier noch kein Trainings- oder Wettbewerbsteilnehmer infiziert. Der Eissport ist somit kein Superspreader-Event.

Der Eishockeyverband Hessen spricht an dieser Stelle ein großes Lob an alle Vereine für die hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit unter den erschwerten Bedingungen und den damit verbundenen Einschränkungen aus. „Wir haben gemeinsam den Kindern und Jugendlichen ebenso wie den Eltern Unterstützung geben können, Planungssicherheit und verlässliche Konzepte geschaffen. Es ist mit Fakten belegt, wie gut und gesund das alles läuft.“ stellt Hendrik Ansink, Vorstand des EHV Hessen, fest. Mit dem regelmäßigen Sport in geschütztem Umfeld können die Sportvereine gemeinsam den Belastungen entgegenwirken, die die Kinder und Eltern im täglichen Corona-Leben erfahren. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik die Arbeit der Verantwortlichen vor Ort ebenso anerkennt und den Sportbetrieb weiterhin am Leben lässt. Der Eishockeysport ist Teil der Lösung und nicht Teil des Problems. Insbesondere für die jungen Nachwuchsspieler und Nachwuchsspielerinnen ist Eishockey derzeit eine wichtige Konstante in unruhigen Zeiten.“

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