Der EHC hadert weiter mit den SpitzenspielenNächster Gegner heißt Herford

Der EHC hadert weiter mit den SpitzenspielenDer EHC hadert weiter mit den Spitzenspielen
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Troisdorf verspielt mit 3:5 in Paderborn die Chance auf Tabellenplatz eins. Am 11. Dezember kommt der Ligaprimus aus Herford in den Icedome.

Es bleibt dabei: Spitzenspiele liegen dem EHC Troisdorf nicht. Nach Niederlagen gegen Herford (3:6) und Paderborn (3:4 nach Penaltyschießen), verloren die Dynamites nun auch das Rückspiel gegen die Panther vom ESC mit 3:5 (1:1, 1:3, 1:1). Damit ist der Sprung an die Tabellenspitze für den EHC aus eigener Kraft nicht mehr zu schaffen. Die gute Nachricht: Das Erreichen der Aufstiegsrunde zur 1. Liga West ist für das Team von André Koslowski bei noch ausstehenden drei Hauptrundenpartien nicht in Gefahr.

Die Partie beim ESC Paderborn stand schon im Vorfeld unter keinem guten Stern. So mussten mit Constantin Nocker, Tobias Schäfer, Asterix Kolvenbach, Marc Stockhaus, Dennis Elter, Tim Walterscheid und Patrick Stellmaczyk gleich sieben Stammspieler aus beruflichen, beziehungsweise gesundheitlichen Gründen passen. Nicht weniger problematisch als die personelle Situation erwies sich dann auch noch die Anreise nach Paderborn, die der EHC nur mit einer rund 40-minütigen Verspätung absolvieren konnte. In der Universitätsstadt angekommen, waren daher eine vernünftige Vorbereitung auf das Spiel sowie ein anständiges Aufwärmen nicht möglich.

Trotz dieser widrigen Umstände kamen die Gäste dennoch gut ins Spiel, ließen kaum Paderborner Chancen zu und erspielten sich selbst zahlreiche gute Möglichkeiten. Eine davon hat nach gut fünf gespielten Minuten EHC-Stürmer Mario Wonde, der zur Troisdorfer 1:0-Führung einschoss. Die Antwort der Panther ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Gerade einmal gut zwei Minuten später nutzte der ESC die Freiräume aus, die die Troisdorfer Defensive anbot und markierte den Ausgleich. Auch der sonst zuverlässige Dominik Liesenfeld im EHC-Gehäuse machte bei dem Gegentreffer nicht den besten Eindruck. Somit ging es mit einem 1:1 in die erste Pause.

Im zweiten Spielabschnitt verlor der EHC dann etwas den Faden und wirkte phasenweise unkonzentriert. Dies nutzen die Hausherren eiskalt aus und erzielten drei weitere Treffer. Zumindest sorgte Mario Wonde mit seinem zweiten Tor an diesem Abend für den Anschlusstreffer und hielt sein Team somit weiter im Spiel. Nach dem vierten Gegentreffer musste Dominik Liesenfeld den Platz im Tor für Lukas Haack räumen. Die Schuld für den 2:4-Rückstand nach 40 Minuten suchte André Koslowski allerdings weniger bei seinem Schlussmann, sondern eher bei dessen Vorderleuten: „Für die Gegentreffer im zweiten Drittel waren die ersten beiden Blöcke verantwortlich. Die Defensivarbeit dort hat heute gar nicht gestimmt“, so der Troisdorfer Übungsleiter.

Für das letzte Drittel stellte der Coach die Blöcke neu zusammen. Daraus resultierend kam Troisdorf nun wieder besser ins Spiel. Man erhöhte das Tempo und setzte die Gastgeber nun mächtig unter Druck. Allein im dritten Drittel gab die EHC-Offensive mehr als 30 Schüsse auf das Paderborner Tor ab. Letztendlich aber blieben diese Bemühungen ein statistischer Wert und es sprang nicht wirklich Zählbares heraus. Lediglich Mario Wonde traf ein drittes Mal, betrieb damit jedoch nur Ergebniskosmetik, weil im Gegenzug auch Paderborn noch ein Tor erzielten konnte. Selbst eine fünfminütige Überzahl für Troisdorf sowie die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers konnte keine Wende mehr herbeiführen, und so jubelten am Ende erneut die Panther, die den EHC mit diesem Sieg in der Tabelle auf Abstand halten konnten. Während Herford mit 24 Punkten an der Tabellenspitze steht, kommt Paderborn nun auf 23 Punkte. Troisdorf bleibt Dritter mit jetzt 19 Punkten.

„Wenn du dich nicht um die Defensivarbeit kümmerst und gleichzeitig deine Chancen nicht konsequent nutzt, dann kannst du die Spiele gegen die Teams der Tabellenspitze auch nicht gewinnen“, konstatierte ein sichtlich enttäuschter André Koslowski nach der Partie. Zumindest bleibt dem Coach nun mehr als eine Woche Zeit, die Niederlage in Paderborn aufzuarbeiten und sein Team auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Nach einem spielfreien Wochenende unternimmt der EHC am Freitag, 11. Dezember, den nächsten Anlauf, endlich auch mal ein Spitzenspiel zu gewinnen. Mit den Ice Dragons aus Herford gastiert dann kein Geringerer als der Ligaprimus im Troisdorfer Icedome. Spielbeginn ist um 20 Uhr.

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