DEB schließt den LEV NRW ausVerfahren abgeschlossen

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Nun ist es offiziell: Der Deutsche Eishockey-Bund hat das angekündigte Verfahren gegen den von Wolfgang Sorge geführten Landes-Eissport-Verband Nordrhein-Westfalen abgeschlossen – mit einer eindeutigen Entscheidung: Der LEV NRW wurde als Mitglied des DEB ausgeschlossen. Bereits am 21. Oktober wurde wie gemeldet durch einen Großteil der Vereine in NRW der Eishockey-Verband Nordrhein-Westfalen gegründet, der am 2. Dezember 2015 Mitglied im DEB geworden war und seit dem 1. Februar 2016 Mitglied im Landessportbund Nordrhein-Westfalen ist. Nach dem Ausschluss des LEV NRW ist der neue EHV NRW der alleinige Vertreter der Sportart Eishockey für das Bundesland im LSB NRW und im DEB.

Das Ausschlussverfahren gegen den LEV NRW hatte der Deutsche Eishockey-Bund im Dezember eingeleitet und öffentlich gemacht. Als Begründung wurde dem Mehrspartenverband, der auch für Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Eisstockschießen und Curling zuständig ist, ein umfassender Begründungskatalog zugestellt. Einer der Hauptgründe, weswegen die Vereine aus NRW den Schritt zur Gründung des neuen reinen Eishockeyverbandes gegangen sind und warum der DEB den Ausschluss voran getrieben hat, dürfte das Vorgehen des LEV NRW gegen die Ruhrgebietsvereine aus Duisburg, Essen und Herne gewesen sein. Nachdem die drei Clubs nach der Satzungsänderung des DEB in Frankfurt – die vom LEV NRW mit beschlossen worden ist (!) – in die neue DEB-geführte Oberliga Nord wechselten, versuchte der LEV NRW diese Clubs mit ihren ersten Mannschaften und den Nachwuchsteams sperren zu lassen. Die Folge war die Solidarität vieler Vereine und gerade auch der Stammvereine der vier DEL-Clubs aus NRW. Als der LEV NRW versucht hatte, die „Sperren“ durch das Schiedsgericht des DEB bestätigen zu lassen, scheiterte der LEV auf ganzer Linie. Auch das Schiedsgericht prangerte das illoyale Verhalten des LEV NRW gegen seine Clubs dabei an. In der Folge empfahlen auch der Vorstand und das Präsidium des Landessportbundes NRW mit deutlichen Worten und einem ausführliche dokumentierten Schriftverkehr ihren Mitgliedern die Aufnahme des neuen EHV NRW in den LSB – was dann ja auch geschehen ist.

Der LEV NRW hat nun noch die Gelegenheit, sich an das DEB-Schiedsgericht zu wenden. Aktuell ist der Ausschluss ein Fakt – und damit ein historisch einmaliger Vorgang. Denn bislang sah sich der Deutsche Eishockey-Bund noch nie gezwungen, ein Mitglied auszuschließen.

Derweil schreitet die Arbeit im neuen Eishockey-Verband NRW voran. Am Donnerstag gab es eine Info-Veranstaltung in Dortmund. In der Folge hatte die Grefrather EG als einer der Vereine, die noch nicht Mitglied im EHV NRW geworden waren, in einer Mitteilung erklärt, sich nun ebenfalls dem EHV anzuschließen. „Auch wir gehören zur NRW-Eishockeyfamilie und freuen uns schon jetzt auf die kommende Saison und die damit verbundene Planungssicherheit“, sagte Dirk Pfeiffer, der 2. Vorsitzende der GEG, in dieser Mitteilung.

Inzwischen ist der Eishockey-Verband NRW auch online. Die Webpräsenz des neuen Verbandes ist unter www.ehv-nrw.com zu finden.

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