Das 13. Spiel der Endrunde brachte kein GlückGut gespielt, knapp verloren

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Am gestrigen Abend reisten die Dinslakener Kobras einmal mehr in dieser Spielzeit zu den Lauterbacher Luchsen. Allein der Aufruf dieser Paarung erzeugt bei den meisten der Fans beider Lager Vorfreude auf ein spannendes Spiel. Und auch dieses Aufeinandertreffen hielt, was man sich von ihm erwartete. In einer schnellen und rassigen Begegnung hatten allerdings diesmal die Niederrheiner bei der 4:5 (3:1, 2:0, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen das Nachsehen.

Da half auch die Anwesenheit von Glücksbringer und Interimstrainer Tony Thiel nicht mehr. Im Vorfeld entschied man sich auf Seite der Dinslakener Petr Macaj anstatt Jan Nekvinda auf der zweiten Kontingentstelle auflaufen zu lassen, da die Verteidigung an diesem Abend äußerst dünn besetzt war.

Die Begegnung begann verhalten und beide Mannschaften beschränkten sich zunächst aufs Abtasten. Für die mit zwölf Feldspielern plus zwei Torhütern angereisten Dinslakener wurde es dann erstmalig gefährlich, als zwei Kobras gleichzeitig die Strafbank drückten. Die Luchse nutzten diesen doppelten numerischen Vorteil zu ihren Gunsten aus und gingen in der neunten Minute erstmalig in Führung. Als Sven Linda in der zwölften Minute, von der Strafbank kommend, mustergültig von Dominick Spazier bedient wurde und bei seinem Alleingang Tim Stenger im Lauterbacher Tor keine Chance ließ, war die Welt für die Dinslakener zunächst einmal wieder in Ordnung. Besser noch: Das Team von Trainer Arno Lörsch zeigte sich geschockt und die Giftschlangen bekamen Oberwasser. Für den Rest des Eröffnungsdrittels blieben die sie das spielbestimmende Team und nutzen ihre Dominanz durch weitere Treffer von Kamil Vavra und Daniel Pleger bis zur ersten Sirene.

Im Mitteldrittel wendete sich allerdings das Blatt. Begünstigt durch zwei Strafzeiten gegen die Kobras kam die Angriffsmaschinerie der Hausherren ins Rollen. Zwar konnten sie zunächst kein Kapital in Form von Toren bei den Überzahlsituationen schlagen, doch fortan sahen sich die Gäste mehr und mehr in die Defensive gedrängt. Und bis zur zweiten Pause hatten die Luchse dann doch durch zwei weitere Treffer den Vorsprung der Kobras wieder auf null gestellt.

Der letzte Abschnitt wurde beidseitig mit offenem Visier gespielt. Es ging in einem Höllentempo von einer Icinglinie zur anderen mit serienweisen Großchancen in Hülle und Fülle. Dabei konnten die Hessen zuerst einen Torschrei über die Lippen bringen, als sich Felix Zerbe, der eine starke Partie ablieferte, in der 43. Minute zum vierten Mal geschlagen geben musste. Verzichten mussten die Gäste in dieser Phase auf die Torgefährlichkeit ihres Topscorers Kamil Vavra, der sich in einer Situation zu einem „Scheibenwischer“ gegenüber einem der Unparteiischen hinreißen ließ und deshalb für zehn Minuten Ende des Mittelabschnitts in die Kühlbox verbannt wurde. Die Dinslakener nutzten 145 Sekunden später die einzige Strafzeit, die gegen die Gäste verhängt wurde, in Person von Daniel Pleger zum 4:4-Ausgleich. Beide Teams versuchten alles, um in der regulären Spielzeit einen Dreier einzufahren, doch Torhüter und gute Verteidigungsarbeit beider Teams ließen keinen weiteren Treffer mehr zu. Zumindest hatten die Dinslakener jetzt bereits einen Punkt auf ihre Habenseite verbucht.

Im anschließenden Penaltyschießen hatten die Hausherren dann den kühleren Kopf, die ersten beiden Penaltyschüsse fanden beide den Weg hinter Felix Zerbe, während sich Daniel Pleger und Kamil Vavra geschlagen geben mussten.

Auf der Heimfahrt war es ungewöhnlich ruhig im Bus. Außer der fortgeschrittenen Uhrzeit nagte noch die Enttäuschung über die Niederlage trotz einer starken Leistung an Spielern und Fans. Besonders hart dürfte es wohl Daniel Pleger getroffen haben. Er hatte bei der Ankunft um 3:30 Uhr an der Dinslakener Eissporthalle gerade noch eine Stunde Zeit, um sich für die Frühschicht fertig zu machen. Doch er erklärte im Bus einem völlig verdutzten Fan: „Wenn Eishockey dein Ding ist, dann ziehst du das eben durch“. Hoffentlich konnte sich der Doppeltorschütze wenigstens im Bus eine Mütze voll Schlaf holen.

Tore: 1:0 (8:16) Julian Grund (Jake Fardoe, Kevin Schophuis), 1:1 (10:20) Sven Linda (Dominick Spazier, Tim Cornelißen), 1:2 (15:08) Kamil Vavra (Sebastian Haßelberg), 1:3 (15:55) Daniel Pleger (Sebastian Haßelberg, Kamil Vavra), 2:3 (28:07) Jens Feuerfeil (Aric Schinke, Emanuel Grund), 3:3 (29:12) Aric Schinke (Matthias Matysek, Jake Fardoe), 4:3 (41:51) Jens Feuerfeil (Pierre Wex, Emanuel Grund), 4:4 (44:16) Daniel Pleger (Sven Linda, Pierre Klein), 5:4 (60:00) Jake Fardoe (entscheidender Penalty). Strafen: Lauterbach 2, Dinslaken 10 + 10 (Kamil Vavra).

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