Black Tigers steckten nicht auGSC Moers

Black Tigers steckten nicht auBlack Tigers steckten nicht au
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Nachdem das erste Drittel beim Heimspiel gegen den ESC Paderborn unerwartet deutlich mit 0:3 aus Sicht der Gastgeber verloren ging und die fast nur aus Deutsch-Russen bestehende Mannschaft aus Paderborn im Mitteldrittel sogar noch auf 5:0 davonzog, sah es nach einer bitteren Niederlage für die Schwarz-Gelben aus. War das erste Gegentor noch unglücklich, hatte die Mannschaft von Trainer Andrej Emersic lange Zeit keine Mittel, dem „Zauber-Eishockey“ der Gegner etwas entgegen zu setzen. Es fehlte die Zuordnung zu den gegnerischen Spielern, die Abstimmung zwischen Defensive und Sturm und vor allen Dingen das körperliche Spiel Mann gegen Mann. Beim Spielstand von 0:5 glaubte wohl keiner der heimischen Zuschauer mehr daran, dass die Black Tigers noch mal ins Spiel zurück finden würden.

Die Wende im Spiel wurde durch einen fulminanten Schlagschuss des Junioren-Verteidigers Pascal Fischer eingeleitet. Als ob ein Damm in der 36. Minute gebrochen wäre, veränderte sich das Spiel der Grafenstädter schlagartig. Plötzlich kam die Kampfkraft zurück, das Spiel wurde körperlich härter geführt, ohne dass das Spiel dabei unfair wurde und die Gäste kamen kaum noch zu Torchancen. Im Schlussdrittel spielte nur noch der Gastgeber und verkürzte nach einem Doppelschlag in der 42. Minute (Torschützen: Dennis Lesage und Philip Grühn) auf 3:5. Von da an war es ein Spiel auf ein Tor, nämlich das der Paderborner. Konnte der starke Torhüter der Gäste die meisten Torschüsse abwehren, musste er sich in der 58. Minute dann doch noch geschlagen geben. Jan Lankes nach Vorlage vom neuen Verteidiger Lorenz Schneider und Dennis Holstein traf zum 4:5 und brachte damit die Stimmung in der Halle nahezu zum Kochen. Wer hätte das gedacht, dass nach dem desolaten Spielbeginn und einem 0:5-Rückstand die Mannschaft nochmal zurückkommen würde. Die Black Tigers setzten sich im Paderborner Drittel fest und belagerten das Tor der Gäste. Nach dem der Moerser Torhüter zu Beginn der letzten Spielminute zugunsten eines sechsten Feldspielers das Tor verließ, kamen die Gastgeber noch zu einem Torerfolg, der aber vom Schiedsrichter-Gespann nicht gegeben wurde.

Der Moerser Trainer zog den Hut vor der Moral seiner Spieler, haderte aber natürlich mit der mangelnden Einstellung im Anfangs- und größten Teil des Mitteldrittels. Wäre die Mannschaft von Beginn an so konzentriert und körperlich zur Sache gegangen, wäre trotz des immer wieder aufblitzenden „Zaubereishockey“ der Gäste mit einem zumindest knappen Sieg zu rechnen gewesen. So müssen die Black Tigers weiterhin auf den ersten Sieg in der NRW-Liga warten und versuchen, beim Auswärtsspiel in Neuss am Donnerstag, 30. Oktober, die ersten Punkte einzufahren.