Bärenstarke Überraschung im Rheinland-Pfalz-PokalEifel-Mosel Bären

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Während die Eifel-Mosel Bären mit breiten Grinsen und erkennbarer Zufriedenheit das Eis nach dem Spiel verließen, gab es auf der Gästeseite beim EHC Neuwied deutliche Unverständlichkeit und hängende Köpfe. Mit einem 2:2 (0:0, 1:1, 1:1)-Unentschieden trennten sich die beiden rheinland-pfälzischen Mannschaften mit dem Bär als Maskottchen.

Dabei kamen die Gäste vom Rhein deutlich besser ins Spiel und verlagerten die Partie anfänglich meist ins Drittel der Heimmannschaft. Früh mussten sich die Spieler aus Bitburg und Trier auch in Unterzahl beweisen, welche Neuwied aber nicht in Tore ummünzen konnte. Mit dem dadurch gewonnenen Selbstvertrauen trauten sich auch die Eifel-Mosel Bären zu der ein oder anderen gelungenen Aktion in Richtung Neuwieder Tor.

Im zweiten Drittel dann die große Überraschung: Nach einem schönen Aufbau von Michal Janega und Marco Hillgärtner platzierte Lukas Golumbeck in der 27. Spielminute die Scheibe in den linken oberen Winkel und ließ Alexander Rodens im Gästetor keine Chance. Dabei spielte der Neuwieder Goalie alles andere als eine schlechte Partie. Neben einem soliden Auftreten parierte Rodens im Mitteldrittel weitere zwei Alleingänge von David Müller und Tom Barth, um schlimmeres zu verhindern. Gegenüber stand jedoch ein ebenso starker Ian Harper im Bitburger Tor. Selbst in 5:3-Überzahlsituationen fand Neuwied keinen Weg vorbei an Harper. Erst kurz vor der Drittelpause (38.) staubte Fabian Neumann einen Rebound vor dem Bitburger Gehäuse ab und erzielte somit den 1:1-Ausgleichtreffer für Neuwied.

Unnötige Fouls der Eifel-Mosel Bären waren bereits in der kompletten Saison ein großes Manko. Durch verhängte Strafzeiten spielte man gegen den EHC Neuwied gleich drei Mal mit zwei Mann weniger und nahm sich somit selbst die Chance für offensive Aktionen. Die Deichstädter vom Rhein schafften es aber nicht an die diesjährigen Leistungen anzuknüpfen. Durch die defensiv eingestellte Spielweise vom Team rund um Michal Janega, fanden selbst sonst so gefährliche Einzelaktionen von Neuwieds Torgaranten Brian Gibbons und Andrew Love keinen großen Nutzen. Sinnbildlich händigte der EHC Neuwied bereits während der zweiten Drittelpause Freikarten als Entschädigung an mitgereiste Neuwieder Fans aus.

Fünf Minuten vor Schluss brachte ein US-Amerikaner im Bitburger Trikot, Eric Guevremont, die Bären zur erneut überraschenden 2:1-Führung. Man glaubte nun an die große Sensation, jedoch hielt die Führung für lediglich sieben Sekunden, ehe die erwähnten Neuwieder Kontingentspieler Love und Gibbons das Ergebnis zum 2:2 egalisierten.

Obwohl es im Eishockey üblicherweise kein Unentschieden gibt endet das Hinspiel des Rheinland-Pfalz Pokal Halbfinale mit 2:2, da am 22. Februar 2014 das Rückspiel im Neuwieder Icehouse stattfindet. Der Sieger aus der kommenden Partie qualifiziert sich für das diesjährige Pokalfinale.

Die Eifel-Mosel Bären fokussieren sich jedoch bereits wieder auf die Rheinland-Pfalz Liga. Am kommenden Sonntag, 19. Januar, um 19 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen mit dem TSV Schott Mainz. Mit einem weiteren Sieg gegen die Mainzer Wölfe, würden die Bären als definitiver Spitzenreiter ins Meisterschaftsfinale gehen.

Tore: 1:0 (27.) Golumbeck (Hillgärtner, Janega), 1:1 (38.) Neumann, F. (Neumann, C.), 2:1 (55.) Guevremont (Weiler, Müller), 2:2 (55.) Gibbons (Love). Strafen: Bitburg 22, Neuwied 16 + 10 (Vermeersch).

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