Bären und Wölfe wollen ins FinaleRheinland-Pfalz

Bären und Wölfe wollen ins FinaleBären und Wölfe wollen ins Finale
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„Größter Erfolg der Vereinsgeschichte“, hieß es vor einem Jahr für die Eishockeyspieler des TSV Schott Mainz. Diesen Erfolg, die Meisterschaft in der Rheinland-Pfalz-Liga, können die Wölfe an diesem Wochenende wiederholen. Wenn dies gelingt, winken zwei weitere Spiele um die Qualifikation für die viertklassige Regionalliga West.

Teammanager Milan Nosek sagt, er habe die Mannschaft wieder „mit einer Erwartung auf den Titel zusammengestellt“, und die Spieler haben ihn bisher nicht enttäuscht. Gegen den letztjährigen Finalgegner IHC Beaufort qualifizierten sich die Wölfe letztlich souverän für die Finalserie. Das Hinspiel gegen die Eifel-Mosel-Bären aus Bitburg steigt am Freitagabend um 19.15 Uhr in der Eissporthalle am Bruchweg, am Sonntag reist der Titelverteidiger zum Rückspiel nach Bitburg (19 Uhr). Das jüngste Heimspiel gegen den Sieger der Hauptrunde konnten die Mainzer mit 5:4 nach Penaltyschießen gewinnen. Die vorherigen drei Saisonduelle verloren sie knapp (6:8, 4:5, 1:4). Diese Tatsache legen die Eifel-Mosel-Bären zu ihren Gunsten aus. „Wir haben in der Hauptrunde gegen Mainz eigentlich ganz gut ausgesehen. Das ist ein Gegner, der uns liegt, weil sein Spiel taktisch geprägt ist“, sagt Bitburgs Pressesprecher Danny Engels.

Als wäre die Belastung mit Hin- und Rückspiel innerhalb von weniger als 48 Stunden nicht genug, tritt Bitburg am Samstag auch noch zum Pokalspiel beim Oberliga-Aufsteiger EHC Neuwied an. Das entscheidende Spiel am Sonntag dürfte also auch über die Kraftreserven entschieden werden. Vorteil Wölfe? „Wahrscheinlich werden wir mit einem tieferen Kader als im Pokalhalbfinale gegen Zweibrücken antreten, da einige verletzte Spieler wieder fit sein sollten“, sagt Nosek. Jan Balgar, Alexander Schumacher, Stefan Eisenträger und Maxim Mustaf mussten am Sonntag aussetzen und werden Spielertrainer Alexey Gebel am Freitagabend wohl  wieder zur Verfügung stehen. „Alle Spieler sind hochmotiviert“, sagt Nosek. Die gleichen Worte kommen aus der Eifel: „Alle Spieler sind heiß, und zwar auf alle drei Spiele des Wochenendes.“

Für den zu ermittelnden Meister ist die Saison anschließend noch nicht vorbei: Er wird im März in Hin- und Rückspiel gegen den Letzten der Regionalliga-West-Platzierungsrunde um die Qualifikation für die vierte Liga spielen.

Die Bitburger hoffen zum finalen Showdown auf heimischem Eis auf viele Zuschauer und gewähren diesen dabei sogar freien Eintritt. „Uns ist es wichtiger, anschließend möglichst zusammen die Meisterschaft zu feiern, als fünf Euro mehr in der Kasse zu haben“, sagt Engels. Ob Bitburg oder doch wie im Vorjahr Mainz feiern kann, entscheidet sich zuvor in zweimal 60 Minuten Spielzeit.

Wer folgt Zweibrücken ins Endspiel?

Was machen die Eifel-Mosel-Bären aus der im Hinspiel erarbeiteten sehr guten Ausgangssituation für das Halbfinal-Rückspiel um den Rheinland-Pfalz-Pokal am Samstagmorgen ab 10 Uhr im Neuwieder Icehouse? Einfach wird‘s für die Eifelaner nicht, weil sie am Abend zuvor in Mainz ihr erstes Meisterschafts-Finale zu bestreiten haben und die Deichstädter sich besser präsentieren wollen als im ersten Vergleich. „Das Spiel in Bitburg war natürlich eine Katastrophe, aber das wollen wir jetzt im Rückspiel wieder besser machen“, sagt EHC-Spieler André Bruch. „Das war das schlechteste Spiel der bisherigen Saison, völlig emotionslos“,  bestätigt Trainer Arno Lörsch. „Sicherlich waren die Begleiterscheinungen eher unangenehm, etwa, dass die Jungs donnerstags nach der Arbeit noch nach Bitburg mussten. Dennoch hätte die Mannschaft das anders lösen müssen. Da werden wir uns am Samstag deutlich besser präsentieren.“

Als erster Endspielteilnehmer steht Regionalligist EHC Zweibrücken bereits fest. Die Hornets gewannen nach dem 8:6 in Mainz auch das Rückspiel gegen die Landeshauptstädter mit 6:4.

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