Bären nehmen aus Essen-Spiel wertvolle Erkenntnisse mitNeuwied unterliegt den Moskitos mit 0:11

Neuwieds Keeper Jendrik Allendorf hatte gegen Essen viele Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Hier streckt er sich nach einem Schuss von André Gerartz. Er schoss die Bären einst im Jahr 2016 mit den Hannover Indians aus den Oberliga-Play-offs. (Foto: VereinNeuwieds Keeper Jendrik Allendorf hatte gegen Essen viele Gelegenheiten sich auszuzeichnen. Hier streckt er sich nach einem Schuss von André Gerartz. Er schoss die Bären einst im Jahr 2016 mit den Hannover Indians aus den Oberliga-Play-offs. (Foto: Verein
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Man merkt am Freitagabend im Neuwieder Icehouse nicht nur in dieser Szene, dass sich zwei Teams aus unterschiedlichen Ligen gegenüberstehen. „Essen gehört in der nächsten Saison meiner Meinung nach zu den Top-Vier in der Oberliga. Das ist schon richtig stark, was die aufs Eis bringen. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass zwischen Regional- und Oberliga ein riesiger Unterschied besteht. Sie haben sich sehr gut entwickelt und sind mit ihrem aktuellen Team deutlich stärker als damals, als wir in der Oberliga gegen sie gewonnen haben", schwärmte EHC-Manager Carsten Billigmann ob der Qualität der Moskitos, die das Icehouse als 11:0 (3:0, 4:0, 4:0)-Sieger verließen. „Auch wenn ein weinendes Auge dabei ist bei den Erinnerungen an die Zeiten, in denen wir das gleiche Level hatten, bin ich stolz auf unsere Jungs, dass sie von Anfang bis Ende gut gearbeitet und gekämpft haben."

Nach neun Minuten orderte der neue Bären-Keeper Jendrik Allendorf die Trinkflasche bei der Bank. Und das aus gutem Grund: Der Neuzugang aus dem Krefelder Nachwuchs hatte nämlich wie erwartet alle Hände voll zu tun gegen kombinations- und schussfreudige Stechmücken, hielt einige Male großartig, viermal war allerdings auch der 20-Jährige machtlos, ehe er in der 30. Minute wie vorher abgesprochen Platz für Tim Lehwald machte, der sechs Gegentreffer kassierte. „Wir haben von unseren beiden Torhütern gute Leistungen gesehen", lobte Neuwieds Trainer Daniel Benske seine jungen Schlussmänner. „Natürlich sind wir vom Ergebnis her gut unter die Räder gekommen, aber das war uns vorher bewusst. Der Endstand spielt in diesem Vergleich keine große Rolle", so Benske weiter.

Die Neuwieder hatten sich bewusst für einen ligahöheren Gegner entschieden, um die eigene Abwehr auf Herzen und Nieren zu prüfen. Benske: „Natürlich war das eine oder andere Gegentor vermeidbar, aber wir haben das insgesamt recht konzentriert gemacht. Ich habe eine gute, wichtige Trainingseinheit meiner Mannschaft im Wettkampfmodus gesehen. Wir können mit der Leistung zufrieden sein und zeigten gute Ansätze. Man muss ja auch berücksichtigen, dass wir erst vier Trainingseinheiten hatten." Ein, zwei Bären-Treffer wären ebenfalls möglich gewesen. Vor allem in Überzahl besaßen die Gastgeber in druckvollen Phasen gute Einschussgelegenheiten, zudem stand im Schlussabschnitt einmal das Lattenkreuz im Weg. „Das Ehrentor hätten wir verdient gehabt", meinte auch der EHC-Coach, der nach Spielende am Hintereingang der Halle im Smalltalk mit Essens Verteidiger Stephan Kreuzmann noch anerkennende Worte vom ehemaligen Krefelder DEL-Spieler hörte: „Für die Regionalliga habt ihr eine Top-Mannschaft." Ein Satz, der den Neuwiedern gut gefiel. Trotz elf Gegentoren, auf die es diesmal aber nicht ankam. Dafür hatten auch die knapp 500 Zuschauer ein feines Gespür. Sie verabschiedeten das Team mit Sprechchören und Applaus in die Kabine.

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