Bären haben zweimal Respekt, aber keine AngstNeuwied trifft auf Lauterbach und Dinslaken

Vor knapp einem Monat setzten sich die Neuwieder Bären um Martin Brabec (am Puck) mit 5:4 gegen die Lauterbacher Luchse durch. Das dritte Aufeinandertreffen beider Teams am Freitag im Vogelsbergkreis wird die Premiere für den neuen EHC-Coach Daniel BenskeVor knapp einem Monat setzten sich die Neuwieder Bären um Martin Brabec (am Puck) mit 5:4 gegen die Lauterbacher Luchse durch. Das dritte Aufeinandertreffen beider Teams am Freitag im Vogelsbergkreis wird die Premiere für den neuen EHC-Coach Daniel Benske
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Zum ersten und einzigen Mal in dieser Saison hatten die Mannschaften über Weihnachten und Jahreswechsel die Möglichkeit, sich eine etwas längere Auszeit zu nehmen. Umso zufriedener sind die EHC-Macher, dass sich der Wunsch, Benske zu verpflichten so schnell zur Realtität entwickelte und nach der Interimslösung Carsten Billigmann/Andreas Halfmann rechtzeitig zum Jahreswechsel nun ein Cut gemacht werden konnte. Billigmann kann sich jetzt wieder ganz auf seine eigentlichen Manager-Tätigkeiten konzentrieren, Halfmann ist auf den Geschmack des Co-Trainers gekommen und wird dem neuen Coach assistieren.

Zu den Neuwieder Absichten für die beiden Aufgaben auf fremdem Eis: Die Bären wollen am Sonntagabend mindestens punktgleich sein mit den derzeit drittplatzierten Ratinger Ice Aliens, die am Freitag in Hamm zu Gast sind und am Sonntag frei haben. Ein Vorhaben, das sie mit zwei Siegen selbst in die Tat umsetzen können. „Unser Ziel sind ganz klar sechs Punkte“, macht Benske deutlich, „aber es bedarf dafür großer Aufmerksamkeit. Wir haben keine Angst, aber den entsprechenden Respekt vor Lauterbach und Dinslaken.“ Aus gutem Grund. Die Luchse aus dem Vogelsbergkreis sind zwar mit sieben Punkten Rückstand auf Benskes Ex-Klub Neuss Tabellenletzter und drohen die Play-offs der Top-Acht zu verpassen, haben aber nicht zuletzt bei der knappen 4:5-Niederlage in Neuwied vor einem Monat gezeigt, dass die Mannschaft nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Noch mehr gilt das für Dinslaken. Die Kobras gewannen sieben ihrer neun zurückliegenden Partien. Lediglich in Neuwied (2:5) und zuletzt in Herford (5:8) ging das Team von Krystian Sikorski leer aus. Der EHC-Trainer hat sich deren Partie beim Tabellenzweiten angesehen und attestierte den Gästen anschließend eine Top-Leistung.

Eine Besprechung mit dem Team und zwei Eiseinheiten unter der Woche – das ist nicht viel Zeit, aber bot immerhin die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen. Das Rad neu erfinden will Benske bei den Bären ohnehin nicht. „Weil ich eine fitte und intakte Mannschaft übernommen habe. Hier muss man keine neue Welt anfangen und herumjonglieren. Ich habe den Spielern meine taktischen Vorstellungen erklärt, dass ich aggressives, torhungriges Eishockey sehen will, aber es nicht immer ein 8:7 sein muss. Wir müssen auch in der Lage sein, kämpferisch ein 4:2 souverän nach Hause fahren zu können. Ich möchte vor allem Kontinuität in die Leistungen reinbekommen. Ein Sieg in Lauterbach am Freitag bringt uns nämlich nichts, wenn wir zwei Tage später in Dinslaken verlieren.“

In Neuwied hat sich „zwischen den Jahren“ auf der Trainerbank etwas verändert, bei den Lauterbachern im Angriff. Die Hessen trennten sich von ihrem kroatischen Top-Scorer Marko Sakic und besetzten die Importstelle mit Robert Sokol aus der nordamerikanischen College-Liga NCAA III neu. Auch in Dinslaken sind es die Kontingentspieler, die großen Anteil am guten Lauf haben: Michal Plichta und Mark Alexander Essery sammelten in den fünf jüngsten Partien 24 Scorerpunkte.

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