Bären brechen im Schlussdrittel einEHC Neuwied unterliegt Herford mit 3:7

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Mit 3:7 verloren die Neuwieder und stehen am Sonntagabend ab 19.45 Uhr in Ostwestfalen unter Druck. Sie müssen die Ice Dragons bezwingen, um nicht schon jetzt die Sommerpause zu eröffnen. „Herford hat heute Play-off-Eishockey gezeigt, wir hingegen spielten zu kompliziert und umständlich“, analysierte der enttäuschte EHC-Trainer Jens Hergt.

Herford ging durch ein frühes Tor von Zack MacQueen in Führung (3.), was die Gastgeber aber noch gut wegsteckten. Philipp Felföldys Pass vors Tor vollstreckte Marc Blumenhofen (8.), nur 51 Sekunden verwertete Stephan Fröhlich die Vorlage von Rylee Orr und Felix Köbele zum 2:1, und als Orr kurz vor der ersten Pause den dritten Treffer der Deichstädter nachlegte, herrschte noch prima Stimmung im Lager der Bären. Die beherrschten das zweite Drittel über weite Phasen, schnürten die Herforder immer wieder in deren Verteidigungsdrittel ein, machten aus ihrer deutlichen Überlegenheit aber zu wenig. „Wir hatten den Gegner im Griff und verpassten es, das 4:1 nachzulegen“, haderte Hergt. Stattdessen verkürzten die Gäste. In Unterzahl brachten sie die Scheibe tief in die Bandenrundung, Killian Hutt legte zurück auf MacQueen, der das Kräfteverhältnis des Mitteldrittels auf den Kopf stellte (38.).

Was danach folgte, sorgte für Neuwieder Fassungslosigkeit. Wie schon am letzten Meisterrundenwochenende gegen die EG Diez-Limburg kassierte der EHC in den letzten 20 Minuten fünf Gegentreffer. „Es ist unbegreiflich, warum wir derart auseinandergefallen sind“, rätselte der Trainer später. Nils Bohle (43.), zweimal Killian Hutt (46., 55.), Fabian Staudt (48.) und Jan-Niklas Linnenbrügger (58.) nahmen die Bären auseinander. Die Gastgeber waren komplett von der Rolle, konnten sich gegen fleißige, jeden noch zu weiten Weg gehende Ice Dragons so gut wie überhaupt nicht geordnet ins Angriffsdrittel vorspielen. „Wir waren läuferisch dominant und haben unsere Chancen konsequent genutzt“, kommentierte HEV-Coach Jeff Job das Schlussdrittel und machte bei der Pressekonferenz deutlich, dass er auf eine weitere Fahrt nach Neuwied am Dienstag gerne verzichten würde. „Wir sind zu Hause verdammt stark“, warnte er die Neuwieder schon einmal vor. Jens Hergt ist indes davon überzeugt, dass sich seine Jungs zusammenraufen und alles tun werden, um ein entscheidendes drittes Viertelfinale herbeizuführen. „Am Sonntag müssen wir gewinnen – egal wie.“

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