Aliens verkürzen gegen Herford auf 1:2Benjamin Musga ist nun Ratinger Ehrenkapitän

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Für das stimmungsvolle Restprogramm sorgten anschließend zwei Mannschaften, die sich erneut einen Play-off-Kampf um jeden Zentimeter Eis lieferten sowie rund 850 Zuschauer in der Ratinger Eishalle. Die Aliens gewannen mit 4:2 (2:0, 2:2, 0:0) und verkürzten in der Best-of-Five-Serie auf 1:2.

Es hätte das letzte Spiel der Saison 2016/17 für die Gastgeber sein können, aber die Außerirdischen machten Nägel mit Köpfen – nach 62 Sekunden traf Milan Vanek, durch einen Querpass von Dennis Fischbuch freigespielt, zum 1:0. Nachdem die Dragons diesen frühen Rückstand verdaut hatten, versuchten beide Kader mit schnellen Angriffszügen zum Torerfolg zu kommen. Sowohl Herfords Keeper als auch Ratingens Schlussmann Christoph Oster waren dabei oftmals die Endstation. Knapp fünf Minuten vor der Pause gelang Pascal Behlau jedoch die 2:0-Führung, indem er die schwarze Scheibe aus kurzer Distanz über die Torlinie „drückte“.

Im zweiten Drittel war dann richtig „Stimmung in der Bude“, was aber nicht ausschließlich am Spielgeschehen oder den gegenseitigen „Freundschaftsbekundungen“ der Aktiven, „sondern auch an einer vielleicht manchmal etwas eigenwillig wirkenden Auslegung des IIHF-Regelbuchs seitens eines weiteren Beteiligten gelegen haben könnte“, wie es die Aliens in ihrer Mitteilung formulieren. Die Herforder nutzten ein fünfminütiges Powerplay zum Anschluss (32.) und egalisierten den Ratinger Vorsprung zur nachvollziehbaren Freude der mitgereisten Herforder Anhänger kurz darauf in der 34. Spielminute. Eine weitere Strafe gegen die Außerirdischen ließ Böses erahnen, aber der ersten Reihe der Aliens gelang zunächst ein Shorthander (35.) sowie Sekunden vor der Pause noch ein weiteres Tor. Mannschaftskapitän Dennis Fischbuch sowie Štěpán Kuchynka fanden mit dem 3:2 bzw. 4:2 die richtige Antwort, als die Partie möglicherweise zu kippen drohte. Das letzte Drittel verlief in geregelteren Bahnen, auch wenn es hüben wie drüben jeweils zu einigen sehr brenzligen Situationen vor den jeweiligen Goalies kam und ein Herforder Torjubel in der 57. Minute letztendlich erstarb, als das Schiedsrichtergespann nicht auf einen Treffer entschied.

Die Ice Aliens verteidigten ihren Sieg bis zum Ende der Begegnung und verpassten noch mehrfach knapp ein Empty Net Goal – der Herforder Coach hatte seinen Keeper auf die Spielerbank beordert. In den letzten Minuten stand die komplette Halle und applaudierte, selbst die ansonsten eher etwas zurückhaltende Sitztribüne! Beide Teams hatten sich diesen Beifall durch ein kampfbetontes und spannendes Play-off-Spiel absolut verdient – am kommenden Freitag folgt Spiel 4 der Best-of-Five-Serie in Herford.

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