Aliens unterliegen Lauterbach im letzten Heimspiel 2016Luchse machen Beute

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Die Zuschauer sahen ein schnelles Spiel, in dem die Gäste von Anfang an deutlich machten, dass sie ihre Chance auf die Teilnahme an der kommenden Meisterschaftsrunde unbedingt wahren wollen. Entsprechend wurden die Schlussleute auf beiden Seiten immer wieder gefordert, war zeitweise etwas „Gift und Galle“ in der Partie und eine gute, emotionale Stimmung auf der Fantribüne – so muss Eishockey sein.

Zunächst legten die Hausherren einen Start nach Maß hin, denn in der fünften Minute schloss die erste Reihe der Ratinger einen Flügelangriff und eine schnelle Kombination erfolgreich ab – Tim Brazda versenkte das schwarze Spielgerät aus der Nahdistanz zum 1:0 im Tornetz. Etwas mehr als eine Minute später setzte Alexander Schneider zu einem Sturmlauf aus dem eigenen Drittel an, wurde aber vor dem gegnerischen Gehäuse gerade noch entscheidend gestört, sonst wäre aufgrund dieser starken Einzelaktion bereits das nächste Ratinger Tor fällig gewesen. Stattdessen schlugen die Luchse nur Minuten später während einer kleinen Strafe gegen die Aliens in Überzahl zu,

ein Fernschuss landete unhaltbar abgefälscht zum 1:1 hinter der Torlinie. Noch im ersten Drittel deutete sich dann an, was sich später wie ein roter Faden durch das Spiel hindurchziehen sollte: Die Ice Aliens wurden öfters auf die Strafbank geschickt, wodurch Lauterbach im Powerplay für Alarmstufe Rot vor RIA-Goalie Christoph Oster sorgen konnte. Eine hart und konsequent arbeitende Defensive verhinderte aber einen weiteren Erfolg der Gäste, sodass es zunächst mit dem Unentschieden in die Kabinen ging.

Im Mittelabschnitt waren unter anderem individuelle Ratinger Fehler dafür verantwortlich, dass Lauterbach zunächst mit 2:1 in Führung ging sowie nach dem zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich in der 37. Minute durch Tobias Brazda erneut gefährlich vor Christoph Oster auftauchte und diesen mit einem Schlenzer zum 2:3 überwand. Außerdem prägten weitere Strafzeiten gegen Ratingen diese 20 Minuten, wodurch die Mannschaft von Alexander Jacobs ihre Angriffskraft nicht entfalten konnte. Allerdings gingen die Aliens-Angreifer, wenn sich die Gelegenheit dazu bot, auch zu sparsam mit Schüssen auf das gegnerische Tor um.

Noch war in dieser Begegnung aber nichts entschieden und ein Bauerntrick von Dustin Schumacher brachte die Außerirdischen in der 53. Minute wieder auf 3:3 heran. Nach einem leichtsinnigen Puckverlust im eigenen Verteidigungsdrittel prallte die schwarze Scheibe jedoch knapp zwei Minuten vor Spielende unglücklich von einem Ratinger Schlittschuh genau auf den Schläger eines Lauterbacher Stürmers, der dann im Slot stehend keinerlei Mühe hatte, zum 3:4 zu treffen. Das weitere Aufbäumen der Ice Aliens gegen die drohende Niederlage war anschließend nicht mehr von Erfolg gekrönt. Nachdem Schlussmann Christoph Oster zu Gunsten eines weiteren Angreifers in der 58:50 Minute vom Eis ging, fiel die Entscheidung endgültig 15 Sekunden vor Spielende mit dem 3:5 für Lauterbach durch ein Empty-Net-Goal, ein Schuss auf das leere Tor fand sein Ziel.  

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