Aliens ließen nichts anbrennen7:0 gegen Luchse-Rumpfkader

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Auch wenn man den mit einem sehr kleinen Kader angereisten Lauterbachern nicht absprechen konnte, dass sie nicht alles versucht hätten, um den Ratingern das Leben so schwer wie möglich zu machen, eine Chance auf einen Punktgewinn hatten die Gäste zu keinem Zeitpunkt der Begegnung.

Zwei Luchse-Reihen konnten letztendlich dem Dauerdruck der Außerirdischen über 60 Minuten nicht standhalten, sodass Ratingen auf eigenem Eis unbedroht einen 7:0 (2:0, 2:0, 3:0)-Sieg herausspielte. Dabei hielten die Gäste durch ihren aufopferungsvollen Kampf das Ergebnis noch in Grenzen und Ratingens Offensivkräfte machten vor dem gegnerischen Tor den einen oder anderen „Schnörkel“ zu viel, anstatt gradlinig den Abschluss zu suchen.

Anfang des Startdrittels wirkten die Aliens, als ob sie den „kleinen Haufen“ auf der anderen Seite nicht ganz ernst nehmen würden, da die Luchse die Ratinger Verteidigung ein wenig durcheinander wirbelten. Nach drei Minuten und 15 Sekunden beendete „Youngster“ und Stürmer Kjell Kipp, auf Zuspiel von Kapitän Benjamin Musga, aber die Aufwärmphase der Heimmannschaft und erzielte sein allererstes Tor im rot-weißen Dress zum 1:0.

Der weiter zunehmende Druck der Ratinger führte in der Folgezeit zu Strafen gegen Lauterbach, was jedoch von den Aliens nicht genutzt wurde, auch wenn es mehrfach nach „Katze und Maus“ aussah, was sich vor dem Gästegehäuse abspielte.

In der 15. Spielminute brachte jedoch Kevin Wilson, auf Pass über Pascal Behlau sowie von Marvin Moch, auf seine „trockene und humorlose“ Weise das 2:0 unter Dach und Fach, indem er dem Lauterbacher Schlussmann mit seinem Schuss aus kurzer Distanz keine Abwehrmöglichkeit ließ.

Kurz vor Ende des Drittels selber in Unterzahl geraten, nahm Ratingen die Luchse dann trotzdem weiter, durch Konter von Kevin Wilson und Pascal Behlau bzw. Štěpán Kuchynka und Dennis Fischbuch, unter Beschuss – der erfolgreiche Abschluss blieb aber verwehrt.

Nach insgesamt 22. Minuten baute Pascal Behlau den Vorsprung auf 3:0 aus und die Außerirdischen drückten den Gegner anschließend weiter in die Defensive. Wenn die Lauterbacher Spitzen zwischendurch zum Zug kamen, war häufig eine Ratinger Unachtsamkeit vorausgegangen, denn die Möglichkeiten der Gäste waren aufgrund des dünnen Kaders begrenzt. Ein erneutes Powerplay für Ratingen beendete Verteidiger Jan Philipp Priebsch in der 27. Minute mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie durch das 4:0. Bis zur Drittelpause zog Ratingen dann ein für den Gegner unangenehmes, bissiges Angriffspressing durch und erspielte sich gegen müde werdende Luchse reihenweise Torchancen.

Nach vierzig Minuten kämpferischer Laufarbeit beschränkten sich die Gäste im Schlussabschnitt entsprechend auf den „Catenaccio“, also eine extrem defensive Taktik, um das Ergebnis möglichst niedrig zu halten. Trotzdem konnten die Aliens noch drei Mal nachlegen. In Überzahl setzte sich Pascal Behlau in der 42. Minute im Angriffsdrittel durch, passte auf Marvin Moch, der das 5:0 markierte. Jeweils im Nachschuss trafen bis zum Spielende jeweils noch Milan Vanek und Dennis Fischbuch zum 6:0 in der 52. Minute bzw. in der 54. Minute zum Endergebnis von 7:0.

Dieser klare Sieg der Außerirdischen war aber definitiv keine Messlatte für ein eventuelles Wiedersehen in den Meisterschafts-Playoffs der 1. Liga West, denn die bisherigen Begegnungen gegen die Lauterbacher Luchse waren hart umkämpft und sehr knapp.

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