917 Zuschauer sehen 4:2-Sieg der Neuwieder BärenErfolg gegen Troisdorf

Björn Asbach (rechts) war der erste Torschütze im Icehouse nach über anderthalbjähriger Spielpause. (Foto: Neuwieder Bären)Björn Asbach (rechts) war der erste Torschütze im Icehouse nach über anderthalbjähriger Spielpause. (Foto: Neuwieder Bären)
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Es war für die Bären die erwartet undankbare Aufgabe. Hatte die Mannschaft von Trainer Leos Sulak im Vorfeld der Partie erst sieben Trainingseinheiten absolviert und kein einziges Testspiel bestritten, so besaß Troisdorf deutlich mehr Zeit, sich auf die Runde vorzubereiten. Wenn von den Gastgebern obendrein noch jeder erwartet, dass sie den Gegner, der vor der Corona-Pause noch in der Landesliga spielte, souverän schlagen, dann kann da schon eine gewisse Verkrampfung eintreten. Das war im ersten Abschnitt beim Torabschluss zu häufig der Fall. Neuwied fand gut in die Begegnung, aber die Chancenausbeute entpuppte sich noch nicht als das Gelbe vom Ei. Der Puck hätte weitaus häufiger als nur zweimal hinter Stephan Schwarz einschlagen können, wenn nicht sogar müssen. Björn Asbach erzielte im ersten Eishockeyspiel im Icehouse nach über anderthalb Jahren das erste Tor (7.). Die Bären drängten auf das zweite, doch zunächst erwischte Daniel Niestroj seinen Ex-Klub eiskalt. Mit einem Konter glich er zum 1:1 aus (15.). Wofür Janeck Sperling dann sorgte, bezeichnet man im US-Sport als „Buzzer Beater“. Quasi mit der Schlusssirene des ersten Abschnitts verschaffte der Neuzugang aus Krefeld den Deichstädtern wieder einen kleinen Vorteil. Zum Bully kam es zwischen Einschuss und Kabinengang erst gar nicht mehr.

Im zweiten Durchgang geriet Sand ins Neuwieder Getriebe. Zahlreiche Unterbrechungen und Scharmützel taten der Begegnung nicht gut, der Spielfluss hakte. Dementsprechend überraschte es nicht, dass zwischen der 21. und 40. Minute keine weiteren Treffer fielen.

Gemessen an den Spielanteilen und Chancen, hatte das Team von Leos Sulak die Partie eigentlich im Griff, aber das sah in der 54. Minute auf der Anzeigetafel plötzlich ganz anders aus: Victor Zimmermann egalisierte per Nachschuss das Ergebnis. Dustin-Joel Schneider war zuvor an Felix Köllejan gescheitert. Nicht, dass Troisdorf das Kommando übernommen hätte, aber die Gäste konnten sich in der Phase dann doch etwas deutlicher aus der Neuwieder Umklammerung lösen. Die Bären reagierten prompt. Nachdem Niestroj wegen eines Checks gegen den Kopf von Schiedsrichter Daniel Melcher mit einer Matchstrafe belegt in die Kabine geschickt worden war, nutzen die Gastgeber das Powerplay zum Heimsieg. Maximilian Wasser verwertete den Pass von Nolan Redler zum 3:2, und nur 26 Sekunden vollendete Redler seinen eigenen Abpraller zum 4:2-Endstand.

„Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass wir uns so teuer wie möglich verkaufen wollen. Das haben wir getan“, fasste Troisdorfs Trainer Daniel Walther die Partie zusammen. Bären-Coach Leos Sulak sah natürlich noch reichlich Steigerungspotenzial: „Im ersten Drittel haben wir ganz ordentlich gespielt. Taktisch müssen wir uns aber noch klüger verhalten.“

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