7:3 gegen Heerentals: EHC gewinnt ersten TestKleiner Kader zeigt Kämpfer- und Nehmerqualitäten

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Eine Einschätzung, die sich am Freitagabend im belgischen Mechelen beim ersten Testspiel gegen den YHC Heerentals bestätigte. Die Neuwieder, bei denen Frederic Hellmann, Alexander Richter, Robin Schütz und Niklas Solder fehlten, setzten sich mit 7:3 durch gegen eine Mannschaft, die gutes Regionalliga-Format besitzt. „Das Spiel hat unsere Jungs sehr gefordert. Es war ein richtiger erster Härtetest, den wir bestanden haben. Wir konnten das Tempo 60 Minuten lang hochhalten, sind als homogene Einheit aufgetreten“, analysierte EHC-Manager Carsten Billigmann nach 60 intensiven Minuten. „Ich bin heute so häufig gecheckt worden wie in der kompletten vergangenen Saison zusammen“, beschrieb Michael Jamieson. Der US-Stürmer hat seinen Torriecher nach der Sommerpause auf Anhieb wieder bewiesen, traf genauso wie der aus Ratingen gekommene Verteidiger Dennis Appelhans zweimal. Im ersten Drittel gingen die Belgier zweimal in Führung, die Appelhans und Deion Müller egalisierten. „Ab der 30. Minute ging Heerentals etwas die Luft aus“, sagte Billigmann. Die Folge: Die Bären setzten sich durch Tore von Rückkehrer Max Wasser, Daniel Pering und Jamieson mit 5:2 auf. Die Gastgeber verkürzten noch einmal, aber Appelhans und Jamieson schraubten anschließend das Ergebnis in die Höhe. „Dafür“, so Billigmann, „dass wir vor dem Spiel erst zweimal auf dem Eis standen, sah das schon richtig aus.“

Am Ende wurden die Wege weit, die Beine schwer und die Verschnaufpausen kurz: Der EHC „Die Bären“ 2016 Neuwied beendete das Testspiel bei den Lüttich Bulldogs am Sonntagabend mit gerade einmal elf Feldspielern, hat sich bei der 4:5-Niederlage aber gut aus der Affäre gezogen. Nicht das knappe Ergebnis, sondern die Art und Weise des Auftretens stand im Mittelpunkt von Daniel Benskes Analyse: „Wir haben alles gegeben, mit dem kleinen Aufgebot Moral bewiesen - das war absolut in Ordnung“, sagte der Trainer zum Abschluss der ersten Vorbereitungswoche, bei dem Kevin Wilson, Daniel Pering, Deion Müller, Alexander Richter, Frederic Hellmann sowie Carsten Hohmann fehlten und Martin Brabec sowie Dennis Schlicht nach Spieldauerdisziplinarstrafen genauso wie zwei Belgier vorzeitig zum Duschen mussten. Die Neuwieder führten durch Tore von Sven Schlicht, Max Wasser und Michael Jamieson zwischenzeitlich mit 2:0 und 3:1, ehe sich der Kräfteverschleiß bemerkbar machte. „Es gab eine Phase, in der wir keinen Zugriff hatten“, so Benske. Die Bulldogs nutzten dies und drehten das Ergebnis in ein 5:3 zu ihren Gunsten. Jamieson setzte drei Sekunden vor der Schlusssirene, als Felix Köllejan, der sich mit Tim Lehwald die Aufgabe zwischen den Pfosten teilte, für einen sechsten Feldspieler Platz gemacht hatte, den Schlusspunkt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, gingen durchaus hart miteinander um - Beulen, Cuts und Auseinandersetzungen mit den Fäusten inklusive. Benske: „Es war eine hitzige Partie.“

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