15:0: EHC Neuwied spaziert zum KantersiegBären haben Einzug in Regionalliga-Hauptrunde sicher

EHC-Eigengewächs Sven Asbach erzielte drei Treffer gegen Bergisch Gladbach und wurde als bester Neuwieder Spieler ausgezeichnet. (Foto: Neuwieder Bären)EHC-Eigengewächs Sven Asbach erzielte drei Treffer gegen Bergisch Gladbach und wurde als bester Neuwieder Spieler ausgezeichnet. (Foto: Neuwieder Bären)
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Ein Beinstellen, ein Stockcheck, ein Stockschlag – Bergisch Gladbachs Verteidiger Jacques Becker brauchte gegen Mitte des ersten Drittels rekordverdächtige 3:53 Minuten für seinen Strafbank-Hattrick. Sonderlich lange ließ sich der Bruder des ehemaligen Neuwieders Lucas Becker dort jeweils nicht nieder, weil der EHC ihm mit drei Powerplay-Toren wieder Zutritt zum Eis gewährten. „Die vielen Strafzeiten im ersten Drittel haben uns in die Karten gespielt, und die Jungs, die in Überzahl auf dem Eis standen, haben das sehr gut gemacht“, sagte Neuwieds Trainer Leos Sulak zu vier Treffern im ersten Drittel in numerischer Überlegenheit allein im Eröffnungsabschnitt durch Nolan Redler (8., 19.) und Matt Thomson (10., 11.). Insgesamt sollten es sechs Powerplay-Tore bei sechs Versuchen werden. Den Rahmen und die Doppelschläge der beiden US-Amerikaner spannten Björn Asbach (6.) und Knut Apel (20.). Nach Gegentreffer Nummer sechs hatte einer bereits Feierabend: ESV-Schlussmann Tobias Müller machte Platz für Ben Rautenberg, dem es anschließend nicht viel besser ergehen sollte.

Nachdem Redler (27., 32.) und Thomson (32.) auf 9:0 erhöhten hatten, wanderte Rautenbergs Blick auf die Anzeigetafel – kopfschüttelnd drehte er sich um. Das Ergebnis und die reichlich verbleibende Restspielzeit ließen ihn Böses erahnen. „Es war deutlich, es war eine Lehrstunde“, beschrieb Gästetrainer Thomas Schmitz später.

Am ersten Spieltag hatten die Realstars einen Punkt gegen die Ratinger Ice Aliens geholt, doch davon waren sie diesmal so weit entfernt wie die Sterne vom Erdboden. Es wurde offensichtlich, warum die Neuwieder nach der Qualifikationsrunde in die Regionalliga-, Bergisch Gladbach hingegen in die Landesliga-Hauptrunde einziehen wird. „Die Regionalliga käme für uns viel zu früh. Wir haben eine ganz gut junge Mannschaft“, so Schmitz, der Lob und Anerkennung in Richtung der Bären schickte: „In Neuwied wird seit Jahr und Tag gute Arbeit geleistet. Das hat man heute gesehen. Punkt.“

Der erste EHC-Sturm legte vor, danach waren die zweite und dritte Reihe dran. Sven Asbach sammelte mit einem Hattrick (35., 42., 49.) Argumente für die spätere Auszeichnung zum Neuwieder Spieler des Abends vor 873 Zuschauern. Knut Apel machte ebenfalls noch seinen Doppelpack perfekt (46.), Thomson legte seinen vierten Treffer nach (49.) und Miles Steinschneider setzte den Schlusspunkt (50.).

„Wir hatten einige Ausfälle, aber die Spieler, die da waren, haben ihre Sache gut gemacht. Hoffentlich wird die Liste der Ausfälle bald wieder kürzer“, so Neuwieds Trainer Leos Sulak.

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