Zweites Remis am Wochenende

Trainer-Duo macht weiterTrainer-Duo macht weiter
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In einer sehenswerten und vor allem spannenden Partie haben sich der ECDC Memmingen und der TSV Erding verdient mit 3:3 (1:1, 1:1, 1:1) getrennt. Das Ergebnis spiegelt dabei durchaus den wahren Spielverlauf wider, wenngleich auch die ambitionierten Oberbayern gegen Ende der Partie dominant waren.

Ohne den gesperrten Markus Keintzel (bekam am Freitag in Schweinfurt seine dritte Zehnminutenstrafe) sowie den beruflich verhinderten Daniel Möhle wartete auf die Indians-Defensive gegen den Tabellenvierten eine ganze Menge Arbeit. Dennoch waren es die Einheimischen, die die beiden ersten Großchancen versiebten: Andi Börner (8.) und Bryan Phillips (10.) verpassten nur knapp den Führungstreffer. Den erzielte dann Patrick Meißner (14.), allerdings unter gütiger Mithilfe des gegnerischen Torhüters: Ein Schlenzer von der Mittellinie war’s, der zum „Flatterpuck“ mutierte und über die Schulter des bedröppelt dastehenden Keepers den Weg ins Tor fand. Pech nur, dass die Indians die Führung nicht in die erste Pause retten konnten, kurz vor der ersten Sirene ließ Steinmann ECDC-Keeper Reiner Vorderbrüggen keine Abwehrchance.

Flott ging’s auch danach weiter, Erding unterstrich seinen vierten Tabellenplatz und die Indians hielten mit. Beide Teams standen hinten gut, ließen nur wenig klare Torchancen zu zeigten den über 700 Fans aber gutes Eishockey. Martin Löhle scheiterte ebenso knapp (31.) wie wenig später Bryan Phillips nach schöner Kombination mit Dale Crombeen. Dazwischen lag ein Pfostenknaller des Erdingers Calligaro. Und der 1:2-Führungstreffer des TSV Erding, als Oertel den Puck irgendwie am ECDC-Keeper vorbeischummelte. Diesmal antworteten die Indians kurz vor der Pause: Exakt 21 Sekunden vor Ende des zweiten Durchgangs ließ Bryan Phillips den Gäste-Keeper erneut schlecht aussehen.

Im letzten Drittel machte sich dann die konditionelle Überlegenheit der Gäste bemerkbar. Die spielten durchgängig mit vier Reihen und waren nun einfach frischer. „Aber wir haben die besten Möglichkeiten nicht genutzt“, meckerte Erdings Coach Steer an der Chancenverwertung seines Teams. Mit Recht, denn die hätte ihm beinahe einen Zähler gekostet. Martin Löhle nutzte eine der weinigen Indians-Möglichkeiten im Schlussabschnitt zur - glücklichen – Führung (58.). Zuvor hatten die Memminger durchaus Dusel, Martin Jainz rettete Uf der Linie (42.) und Erdings Bester an diesem Tag, Jirik, traf nur den Pfosten (47.). Außerdem bewies auch Keeper Vorderbrüggen in einigen brenzligen Situationen kühlen Kopf und hielt sein Team im Spiel. Elf Sekunden vor dem Ende war er dann aber machtlos, Krzizok staubte zum – verdienten – 3:3 ab, als die Indians den Puck nicht aus der Gefahrenzone brachten. Zuvor setzten die Gäste alles auf eine Karte und nahmen ihren Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers, was sich auszahlen sollte.

Tore: 1:0 (15.) Meißner (Micheller, Nieder/4-4), 1:1 (20.) Steinmann (Gambs, Poetzel), 1:2 (33.) Oertel (Hahn, Calligaro), 2:2 (40.) Phillips (4-4), 3:2 (58.) Löhle (Phillips, Becherer), 3:3 (60.) Krzizok (Peipe, Steinmann/6-5). Strafen: Memmingen 14, Erding 12. Zuschauer: 711. (rad)