Zweiter Teil des Lindauer „Drachen-Wochenendes“EV Lindau

Zweiter Teil des Lindauer „Drachen-Wochenendes“Zweiter Teil des Lindauer „Drachen-Wochenendes“
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Wie Regen ist der EHC Mitterteich Aufsteiger in die Bayernliga. „Allerdings schon eine andere Kategorie. Wir erwarten einen Gegner, der mindestens auf Augenhöhe spielt“, sagt Team-Manager Sebastian Schwarzbart.

In der Tat haben die Stiftland Dragons, die erstmals in der Bayernliga spielen, einer guten Vorbereitung einen ebensolchen Punktspielstart folgen lassen: Dem 3:1 in Regen folgte zwar eine 4:7-Niederlage gegen Sonthofen, bei der das Team gegen den Vizemeister ordentlich mithielt und vier Tore erzielte. Die sieben Gegentreffer hatten einerseits mit Qualität des Gegners zu tun, aber auch mit dem durch eine Sperre bedingten Fehlen von Boris Flamik. Der Neuzugang von Oberligist Weiden „ist ein hervorragender Verteidiger, defensiv wie offensiv ein Klassemann“, sagt Schwarzbart über den Slowaken, der sich sicherlich ein interessantes Kontingentspieler- Duell mit seinem Lindauer Landsmann Lubos Sekula liefern dürfte. Ohnehin sind die Oberpfälzer mit einigen gestandenen Leuten besetzt. Jiri Ryzuk verteidigte mit Flamik in Weiden und wechselte ebenso aus der Oberliga zum EHC wie Ales Kreuzer (32 Tore für die Kassel Huskies im Westen), Marvin Huber (Berlin/ Oberliga Ost), Fabian Bauer (Selb) und Daniel Huber (Regensburg). Ein alter Bekannter ist dazu Kapitän Stephan Trolda, der vorletzte Saison für die Islanders spielte und sicherlich hoch motiviert an den Bodensee kommen wird. „Mit solchen Leuten ist Mitterteich ganz klar der stärkste der drei Aufsteiger“, sagt Schwarzbart, der auch noch auf den torgefährlichen, bayernligaerfahrenen Sergej Hausauer verweist.

Stichwort Erfahrung: Die haben die Dragons an der Bande mit Heinz „Zorro“ Zerres am meisten von allen Teams. Der Ex-Profi hat von Bundesliga (Berlin) seit den 80er Jahren bis letzte Saison Landesliga schon auf allen Ebenen im deutschen Eishockey gecoacht, man darf den 66jährigen durchaus als Trainerlegende bezeichnen. Sein Gegenüber, der 29 Jahre jüngere Lindauer Spielertrainer Martin Masak steht mit seinem Team deshalb vor einer sehr interessanten Herausforderung, „die wir sehr konzentriert angehen müssen.“ Gerade gegen den konterstarken und abgezockten Gegner dürfen sich die Islanders keine unnötigen Scheibenverluste leisten. „Wir hoffen natürlich wieder auf die Unterstützung der Zuschauer auch im zweiten Spiel des Wochenendes“, sagt der zweite Vorsitzende des EVL, Bernd Wucher. Darauf sollte das nach 0:3 gedrehte Heimspiel gegen Moosburg vom letzten Sonntag eigentlich richtig Lust gemacht haben.