Zweimalige Führung reichte nicht

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Trotz zweimaliger Führung unterlag der ESV Pinguine Königsbrunn am Freitagabend auf dem heimischen Eis der Hydro-Tech-Eisarena dem VER Selb deutlich mit 3:6 (1:1, 1:3, 1:2). Trainer Hans Rothkirch sah nach dem Spiel vor allem die „kapitalen individuellen Fehler“ als Knackpunkt, „denn diese waren Gift für unser Spiel“.

Eigentlich begann das Spiel nach Wunsch, denn früh im ersten Drittel konnte Patrick Weigant die Führung erzielen, nachdem zuvor die Selber Torwart Jan Pospisil wiederholt unter Beschuss genommen hatten. In der Folge, standen die Pinguine relativ sicher in der eigenen Defensive und konnten sich auf ihren Torsteher verlassen, der in bekannter Art und Weise agierte. Zwar hatten die Gäste mit ihren pfeilschnellen Angreifern mehr Spielanteile, aber zum Ausgleich kamen sie erst durch einen haarsträubenden Fehlpass an der eigenen blauen Linie durch die Pinguine, den ein Selber abfing und alleine gegen Pospisil verwandelte.

Noch besser wurde der Auftakt in den mittleren Abschnitt, denn Marc Weigant sorgte nach nur 100 Sekunden mit einem Unterzahlkonter für die erneute Führung. Diese hatte diesmal nur kurze Zeit Bestand, denn in einem Durcheinander mit Scheibe und Schiedsrichter klärten die Pinguine nicht konsequent genug, Selb spritzte dazwischen und konnte erneut per Alleingang ausgleichen. Kurz darauf vergab der ESV ein Überzahlspiel mit zwei Mann mehr auf dem Eis und kassierte stattdessen nur Sekunden später den erstmaligen Rückstand. Dies schien den Königsbrunnern an diesem Abend den Zahn gezogen zu haben, denn in der Folgezeit war Selb die stärkere Mannschaft, die noch im zweiten Drittel in Überzahl nachlegte.

„Wir haben zu dem Zeitpunkt leicht resigniert und den Glauben fehlen lassen, noch einmal zurückzukommen“, analysierte Rothkirch bekannt offen. „Allerdings hat Selb wirklich stark gespielt und stand in der Defensive sehr sicher.“

Das letzte Drittel verwalteten die Selber dann clever. Die Pinguine fanden zeitweise kein Mittel und nach dem 2:5 und der Verkürzung durch den zweiten Treffer von Patrick Weigant, wurde erneut eine lange Zwei-Mann-Überzahlsituation nicht genutzt, die vielleicht noch einmal Spannung hätte bringen können. Fünf Minuten vor Spielende trafen die Gäste zum Endstand, mit dem die Pinguine wieder auf Platz zwölf in der Tabelle abrutschten.

Tore: 1:0 (6.) Weigant, P. (Weigant, M.), 1:1 (18.) Thielsch, 2:1 (22.) Weigant, M., 2:2 (27.) Roedger, 2:3 (31.) Hendrikson, 2:4 (37.) Lamich, 2:5 (48.) Thielsch, 3:5 (52.) Weigant, P. (Weigant, M.), 3:6 (56.) Roedger. Strafen: Königsbrunn 10 + 10 (Hägele), Selb 18 + 10 (Bärschneider).