Zweimal Schweinfurt

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Zwei Spiele, aber nur ein Gegner fordern am Wochenende den ESV Pinguine Königsbrunn. Gegen den ERV Schweinfurt „Mighty Dogs“ steht in dieser Saison das mittlerweile traditionelle Doppelspielwochenende zur Hälfte der Bayernliga an. Am Freitag bestreiten die Teams um 20 Uhr das Hinspiel, am Sonntag folgt im Schweinfurter „Icedome“ um 18 Uhr das Rückspiel.

Vor nahezu zwölf Monaten fand das Aufeinandertreffen der beiden Teams unter umgekehrten Vorzeichen statt. Im Januar hätten die Pinguine mit einem Sieg gegen den ERV noch einmal nach den Play-Offs greifen können, doch die Gäste gingen als Sieger vom Eis. Diesmal stehen die „Mighty Dogs“ in der Verfolgerrolle, auch wenn nach 14 Spieltagen keinerlei Entscheidung über die Vergabe der ersten acht Plätze fällt. Aktuell drei Punkte hinter den Pinguinen, stehen die Franken auf Platz zwölf der Bayernliga. Dass dies keinerlei Aussagekraft hat, musste der ESV bereits mehrfach am eigenen Leib erfahren, denn gegen Pfronten, Selb und Sonthofen, die alle hinter den Pinguinen liegen, verlor man Punkte. Auch Trainer Hans Rothkirch warnt: „Wir dürfen nicht nach der Tabelle gehen. Schweinfurt ist stark besetzt und brandgefährlich, da das Team nicht da steht, wo sie jeder erwartet hat, nämlich unter den Spitzenclubs der Liga.“

Nachdem der letztjährige Aufsteiger mit seinem lautstarken Heimpublikum im Rücken auf Anhieb Platz vier belegte, konnte Schweinfurt bisher nicht an den Vorjahreserfolg anknüpfen. Trotz der Verpflichtung des Kanadiers und Schweinfurter Kultstars Mikhail Nemirovsky, der aus Crimmitschau zurück nach Franken wechselte. Derzeit hat der gebürtige Russe ist, 28 Scorerpunkte gesammelt, aber außer Mitstürmer Michael Thurner (18 Punkte) fällt sie Mannschaft ab. Der zweite Star der Mannschaft, Spielertrainer Sergej Waßmiller, fällt momentan mit einem Fußgelenkbruch aus und muss sich daher auf die reine Trainerarbeit beschränken.

Pinguin-Coach Rothkirch erwartet „enge Spiele“, wünscht aber „Mannschaft und Fans endlich ein überzeugendes Spiel zu Hause, wie wir es zuletzt in Erding oder Memmingen gezeigt haben.“ Deutliche Worte richtet Rothkirch an seine Spieler: „Es bedarf sehr guter Leistungen um Schweinfurt zu besiegen. Natürlich zuerst im Heimspiel. Wir dürfen keine individuellen Fehler machen und müssen genauso diszipliniert weiter spielen wie am letzten Wochenende.“

Neben den Spielen gibt es Veränderungen im Kader. Tim Lippert verlässt die Pinguine, da er den Zeitaufwand nicht mehr betreiben kann. Thomas Kastenmeier bestreitet studienbedingt gegen Schweinfurt sein letztes Spiel. Als Reaktion auf die Abgänge werden die Juniorenspieler Alexander Krafczyk und Dominic Erhard ab sofort zur ersten Mannschaft gehören.