Zwei Punkte nach zähem Kampf

Zwei Punkte nach zähem KampfZwei Punkte nach zähem Kampf
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Da sowohl Igor Filobok wegen seiner Sperre als auch der grippekranke Jans Feuerfeil fehlten, musste Trainer Prokuryakov wieder etwas umstellen; außerdem erhielt der 17-jährige Jugend- und Juniorenspieler Florian Gessner seinen ersten Auftritt in der dritten Reihe. In dieser Partie sollten die Kämpfer die Hauptakzente setzen, denn Weiden dachte nicht daran, die Mighty Dogs ihr gewohntes Spiel aufziehen zu lassen - symptomatisch war schon, dass das 1:0 per Konter in Unterzahl erzielt wurde. Überhaupt konnte von Spiel in diesem ersten Drittel kaum die Rede sein. Bei jeder der zahlreichen Unterbrechungen wurde ellenlang verhandelt und diskutiert, des Öfteren mussten auch sich anbahnende Reibereien unterbunden werden. Von insgesamt 27 Zwei-Minuten-Strafen entfielen allein 19 auf diesen ersten Durchgang. Mit einem Chancenplus (unter anderem einen Lattenknaller) für den ERV ging es nach fast einer Stunde in die Pause.

Nachdem auf beiden Seiten von Beginn an sehr viel Gift im Spiel gewesen war, konzentrierte man sich von nun an mehr auf Eishockey. Den Dogs gelang es trotz des Ausgleichs mehr und mehr, die Oberhand zu gewinnen und eroberten sich in der neutralen Zone die Pucks. Dieser Lauf wurde durch Mikhal Nemirovskys Diszi und weitere Strafzeiten unterbrochen, zudem mangelte es oft an Präzision im Zuspiel. Ein am wieder unermüdlich rackernden Martin Dürr verursachter Penalty hätte die erneute Führung sein können, doch Bryce Hollweg scheiterte an Oliver Engmann im Kasten der Devils.

Gleich nach Beginn des letzten Drittels schaffte Mark Dunlop von der blauen Linie die Führung, aber Weiden war kein Gegner, dem man bereits in den ersten 40 Minuten den Zahn gezogen hatte. Die Blue Devils spielten gut mit, kamen gegen die nicht immer sattelfeste Schweinfurter Abwehr zu ihren Möglichkeiten und besorgten gleich zweimal wieder den Ausgleich. Denn Simon Knaup hatte zum 3:2 getroffen, Musial postwendend zurückgeschlagen. Ein Powerplay noch setzte die OberpfälzersStark unter Druck, dann hatten sie das Remis über die Zeit gebracht. Die anschließenden Penaltys verwandelten Marcel Juhasz und Alex Funk in fast identischer Art, während Benjamin Dirksen einmal hielt. Für die Entscheidung sorgte Nemirovskys überaus cooler Schlenzer ins Netz.

Tore: 1:0 (4.) Juhasz (Dürr, Koch/4-5), 1:1 (22.) Schönberger (Musial/4-5), 2:1 (42.) Dunlop (Nemirovsky, Juhasz/5-4), 2:2 (48.) Kirchberger, 3:2 (55.) Knaup S. (Funk, Nemirovsky), 3:3 (56.) Musial (Waldowsky), 4:3 (60.)  Nemirovsky (entscheidender Penalty). Strafen: Schweinfurt 24 + 10 (Nemirovsky), Weiden 30. Zuschauer: 1500.