Zwei knappe ErfolgeEHC Mitterteich

Zwei knappe ErfolgeZwei knappe Erfolge
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Die Dragons,die ohne einige Leistungsträger antreten mussten, bescherten dem ungeschlagenen Tabellenführer bereits in der achten Spielminute durch einen Fehlpass im gegnerischen Drittel einen Überzahlangriff, der konsequent zum 0:1 bestraft wurde. Im Laufe des Spiels kamen einige auch teilweise nicht nachvollziehbare Strafzeiten hinzu, die immer wieder gefährliche Situationen vor Goalie Wohn herauf beschwörten. Doch das aggressive Anpressen der Mitterteicher im zweiten Drittel machte sich jetzt bemerkbar und Stürmer Tausend, mit vier Scorerpunkten an diesem Abend auch erfolgreichster Akteur in seinen Reihen, gelang der nun überfällige Ausgleichstreffer. Kurz darauf stellte der agile Schmidt per Schlagschuss von der blauen Linie sogar auf 2:1.Doch innerhalb von sage und schreibe zwei Minuten fielen dann vier Tore. Erst ein Doppelschlag zur Führung der Isar Rats und danach ein Doppelpack des EHC zum wiederholten Führungswechsel. Im Schlussdrittel wogte dann weiter das rassige Spiel hin und her. Aber kurz vor Spielende gelang Kracht dann der erlösende Siegtreffer in einem wirklich an Brisanz nicht zu überbietenden Match. Coach Zerres auf der Pressekonferenz: „Wir haben heute viel entschlossener und auch mit viel mehr Biss und Siegeswillen agiert als noch vor einer Woche, was schließlich den Auschlag in diesem Herzschlagfinale gab.“

Ein Derby, das dem Zuschauer alles bot, was man sich fürs Eintrittsgeld wünscht, gab es in Selb. Tore, Spannung und Fangesänge von den Rängen, am Ende mit einem glücklichen Sieger, der sich bei seinem Torwart bedanken konnte, aus dem Spiel zwei Punkte mit nach Hause genommen zu haben. EHC-Vorstand Schleicher brachte es nach dem Spiel auf dem Punkt und meinte. „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen“. Heinz Zerres hingegen tobte nach dem Spiel über das Abwehrverhalten seiner Mannschaft. „Eine blanke Katastrophe, wir legen uns die Dinger selber ins Netz“, so der 64-jährige Mitterteicher Coach. Dabei konnte der EHC mit 3:1 in die Kabinenpause gehen. Das Spiel nahm aber weiter an Brisanz  zu und die Gastgeber kamen durch ein grottenschlechtes Abwehrverhalten der EHC-Mannschaft immer wieder zu Torchancen. Gar zwei Tore kassierten die Dragons in Unterzahl, weil man den Selber Stürmern die Scheibe regelrecht und ziemlich passgenau auf den Schläger zum Toreinschuss vorlegte. Zwar konnten die Dragons immer wieder einen schnellen Zwei-Tore-Vorsprung ausbauen, diesen aber zur keiner Zeit souverän verwalten und ließen sich immer wieder durch individuelle Fehler in Bedrängnis bringen. So dann symptomatisch der vielumjubelte 7:7-Ausgleichstreffer und drei Minuten später noch der Führungstreffer der Gastgeber. Die Stärke der Dragons liegt aber bekanntlich im Sturm und postwendend erzielte man  den Ausgleichstreffer und fünf Minuten vor Spielschluss den 9:8-Siegtreffer.

Ein tolles Derby mit aus Mitterteicher Sicht schwachen Schiedsrichtern, die in einer fairen Begegnung trotzdem 68 Strafminuten verteilten, und einem EHC, der in der Abwehr große Mängel hat, aber im Sturm eiskalt und bedingungslos Tore erzielen kann. Herausragende Akteure bei den Selbern waren Kracht, Hampl und Keeper Schleicher, während bei den Gastgebern der unwahrscheinlich wendige Warkus gefiel.