Zwei Jahre für den neuen AnlaufStuttgart Rebels

Zwei Jahre für den neuen AnlaufZwei Jahre für den neuen Anlauf
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Die sportlich gewonnenen, doch wirtschaftlich verpassten Aufstiege der letzten Jahre führten zu einer Neuausrichtung der Clubarbeit. Ein Aufstieg ist aber doch geplant.

„Die Entwicklung einer schlagkräftigen Organisation in allen Bereichen“ sei die Grundlage, um nicht nur den Spielbetrieb zu gewährleisten, sondern die Zuschauer- und Sponsorenbasis des Clubs nachhaltig zu erhöhen, nennt Rebels-Vorsitzender Thomas Klebsattel sein Hauptanliegen für die nun beginnende Saison 2012/ 13. „Wir wollen die Markenprägung und -bekanntheit der Rebels vorantreiben. Dazu müssen wir öffentlich über unsere Spiele hinaus stattfinden. Und dafür brauchen wir neben guten Ideen auch Manpower zur Umsetzung“, erklärt der Ober-Rebell sein Anliegen.

„Nur durch beharrliche Arbeit in diesem Bereich lässt sich der Stuttgarter Traum von höherklassigem Eishockey realisieren“, richtet Klebsattel den Blick in die Zukunft. Zwei Jahre habe man sich für diesen Neuanlauf zum Aufstieg gegeben, „früher wäre es Glück, später ein Misserfolg“, steckt er den Zeitrahmen ab. „Dafür müssen wir Impulse geben und Unterstützung von außen bekommen, erklärt Klebsattel den Weg. Der neue Claim der Rebels deutet genau darauf hin: ‚Wir geben Dir Eishockey – gib Du uns den Rest!’ Eine verschworene Gemeinschaft aus Club, Spielern, Fans und Partnern will man entwickeln, in der jeder nicht nur seinen Teil zum Erfolg beiträgt, sondern selbst Teil der Rebels wird.

Für die meisten Spieler trifft das bereits zu. So ist das Team von Trainer Pavol Jancovic weitgehend zusammen geblieben. Lediglich Daniel Pfeiffer zog es zurück nach Lindau, Adrian Kolar wechselte zum Ligakonkurrenten EHC Heilbronn und Steffen Bischof wanderte nach Pforzheim. Fast wie ein Abgang wirkt sich der verletzungsbedingte Ausfall von Torjäger Dominik Schmitt aus. Bereits in der ersten Eistrainingswoche erlitt er eine schwere Schulterverletzung und fällt vermutlich die gesamte Hauptrunde lang aus.

Dafür spielen mit Ryan Sparks und Daniel Shira nun wieder zwei amerikanische Verteidiger auf der Waldau, „richtig Gute“, wie Teammanager Carsten Golombek betont. Möglich wird diese Option, weil mit Florian Glaswinkler ein junger deutscher Torhüter aus Füssen über Bayernligist Sonthofen den Weg zu den Landeshauptstädtern fand. Seine Klasse hat der Goalie bereits in den Vorbereitungsspielen gezeigt. Damit muss nicht in jedem Spiel eine der beiden Ausländerstelle von Stammtorwart Dusan Strharsky besetzt werden. Zurück bei den Rebels meldet sich Torjäger Arthur Votler vom Auftaktgegner Hügelsheim Rhinos und aus Landsberg bringt Michael Kerber Erfahrung aus Oberliga und 2. Liga mit in die Landeshauptstadt. Eric Hänisch schließlich spielte zuletzt mit den Jonsdorfer Falken in der Oberliga Ost.

„Das Team ist ein Jahr älter und reifer geworden“, vertraut Jovanovic auf eine weitere Steigerung seiner jungen Mannschaft. „Wir haben starke Spieler hinzubekommen, doch auch Heilbronn hat richtig aufgerüstet“, sieht der Rebellen-Ausbilder dort den größten Widerstand auf dem Weg zum Titel. „Wir sind alle motiviert und wollen natürlich in die Play-offs. Und wenn wir dort sind, wollen wir auch das letzte Spiel gewinnen“, gibt Neu-Kapitän Christopher Mauch den Willen der Mannschaft wider. Er selbst ging mit gutem Beispiel voran und widerstand Angeboten höherklassiger Clubs, um hier am Aufbau mitzuarbeiten.

Einen Aufstieg haben die Rebels-Verantwortlichen aber doch fest im Visier für die neue Saison: Die Kleinschüler sollen in dieser Saison den Sprung von der Landesliga B in die A-Gruppe schaffen. Dort könnte man sich dann mit dem Nachwuchs der Zweitligisten aus Schwenningen, Ravensburg, Heilbronner Falken und Bietigheim oder den „großen“ Jungadlern messen.