Zu viele EinzelaktionenESV Buchloe

Zu viele EinzelaktionenZu viele Einzelaktionen
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Drei Minuten vor der Schlusssirene hatte Routinier Oliver Braun den glücklichen, aber aufgrund der Spielanteile auch nicht unverdienten Ausgleich erzielt und die Buchloer damit in den Shootout gerettet. Dort gelang Martin Hinterstocker im insgesamt siebten Versuch der entscheidende Treffer für die Gäste aus dem Oberland.

Piratentrainer Bohdan Kozacka zeigte sich nach Spielende erzürnt über die Leistung seiner Cracks, die erneut vor eigenem Publikum eine schwache Leistung boten. Vor allem in der Phase des Rückstands verzettelten sich die Buchloer zunehmend in Einzelaktionen und schafften es kaum, Torchancen herauszuspielen. „Umso schlechter es läuft, umso einfacher musst du spielen und wir machen das Gegenteil“, sagte der Bandenchef. Mit so einer Vorstellung sei eigentlich auch der eine Punkt unverdient. Peißenbergs Trainer Stanislav Meciar attestierte seiner Mannschaft dagegen, „gut gearbeitet“ zu haben, wobei auch der Ausfall des erkrankten tschechischen Stürmers Milan Kopecky zu kompensieren war.

Die 395 Zuschauer in der Buchloer Eishalle sahen schon nach 58 Sekunden ein Tor von Peter Westerkamp, das der Schiedsrichter aber zurecht wegen hohen Stocks nicht anerkannte. Peißenberg, das in der Hauptrunde zweimal gegen die Piraten verloren hatte, zeigte viel Respekt und verlegte sich auf Sicherheitseishockey. Zwar spielten die Oberbayern zweimal im Startdrittel in Überzahl, Torszenen blieben im gesamten Abschnitt jedoch Mangelware.

Zum Glück brachte ein Lapsus der Peißenberger „Eishackler“ dann im Mitteldrittel etwas Dynamik ins Spiel: Ein hoch gespielter Puck landete an der Schulter von Patrick Weigant, der stand plötzlich allein vor dem Tor, bediente aber den besser postierten Peter Westerkamp und es stand 1:0 für die Hausherren (26. Spielminute). Daraufhin erhöhten die Gäste den Druck: Topscorer Martin Hinterstocker und Martin Weckerle hatten aber jeweils das Nachsehen gegen den starken Torwart Stefan Horneber. In der 32. Minute umspielte Hinterstocker dann jedoch geschickt, von der Seite kommend, den Buchloer Goalie zum 1:1.

Die Peißenberger zeichneten sich diesmal auch durch ihre Disziplin aus: Nur sechs Strafminuten mussten sie hinnehmen, Buchloe dagegen 16. In der 47. Spielminute hatten die Piraten fast eine Minute lang gleich zwei Spieler auf der Strafbank, wobei die zweite Hinausstellung zweifelhaft erschien, denn der gefoulte Peißenberger Spieler benötigte eine „Gedenksekunde“, um dann theatralisch zu fallen. Im Spiel Drei-gegen-Fünf entschärfte Horneber ein Bombardement der Eishackler, war dann aber bei einem abgefälschten Puck von Sebastian Buchwieser machtlos: Nachdem ein Buchloer wieder von der Strafbank zurückgekehrt war, ging Peißenberg 2:1 in Führung (48.).

In der 57. Minute schnappte Patrick Weigant wieder einen Puck vom Gegner, scheiterte aber an Torwart Felix Barth. Sekunden später gelang Braun das 2:2 mit einem verdeckten Schuss. Im anschließenden Penaltyschießen traf Braun erneut, nachdem zuvor Martin Andrä auf Peißenberger Seite vorgelegt hatte. Hinterstocker verwertete dann nach je drei Penaltys auf jeder Seite seinen Versuch, Buchloes Mathias Strodel zielte dagegen vorbei.

Inhaber von Sitzplatz-Dauerkarten können sich im nächsten Heimspiel am Sonntag, 10. Februar gegen den TEV Miesbach ihre Plätze für die Saison 2013/14 reservieren lassen. Die Reservierungswünsche werden am Fanstand entgegengenommen.


💥 Alle Spiele der Eishockeys WM Live auf SPORTDEUTSCHLAND.TV 👉 Mit dem Rabattcode [HOCKEYWEB5] sparst Du 5€ auf den Turnierpass - Jetzt sichern!   🥅