Wölfe unterliegen Sonthofen knapp

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Nichts wurde es aus dem erhofften Punkt beim ERC Sonthofen. Zwar kämpften sich die Selber Wölfe nach Rückständen jeweils wieder heran. Am Ende verloren die VER-Cracks jedoch mit 4:6 (1:1, 2:3, 1:2). Am Sonntag empfängt die Selber Mannschaft um 18 Uhr den EV Pfronten, der zwar weiter am Tabellenende steht, aber nach langer Führung nur knapp dem EHC Waldkraiburg unterlag und nach den ersten Punkten lechzt.

Mit gut 15 Minuten Verspätung begann die Partie zwischen dem ERC Sonthofen und dem VER Selb, nachdem das Selber Team aufgrund einiger Staus eine längere als geplante Anfahrtszeit hatten. Die Hausherren begannen, die noch etwas müden Wölfe von Beginn an unter Druck zu setzen. Folglich der Führungstreffer für Sonthofen, als sich Cech durch die Selber Reihe durchmogeln und erfolgreich abschließen konnte. Weiter herrschte vor dem Selber Gehäuse mächtig Gefahr. Gut und gerne hätte es bereits 2:0 stehen können, doch überstand man diese heiße Phase schadlos. Gut, dass dann auch mit der ersten Möglichkeit prompt der Ausgleich gelang. Bullygewinn im Angriffsdrittel, der Puck gelang zu Lamich, der von der rechten Seite zum beruhigenden 1:1 treffen konnte. Das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Partie gestaltete sich bis zum Drittelende relativ ausgeglichen mit seltenen Gelegenheiten auf beiden Seiten.

Dafür musste der mitgereiste Selber Anhang wiederum im zweiten Abschnitt einige bange Minuten überstehen. Wiederum machten die Gastgeber mächtig Dampf. Einen schnellen Angriff konnte Sonthofen perfekt zur erneuten Führung abschließen. Selb machte es dem Gegner zeitweise ziemlich einfach. Zu offen stand man in der Defensive, zu unkonzentriert die eigenen Abläufe. So war der nächste Treffer nur eine Frage der Zeit. Cech dankte den „Wölfen“, ergatterte sich den Puck in der neutralen Zone und vollendete seinen Durchmarsch zum 3:1 ab. Selb nur sporadisch zur Stelle. Als man schließlich selbst die große Chance zum verkürzen ausließ – Sekera verpasste es, seinen in aussichtsreicher Position mitlaufenden Lamich zu bedienen -  konterte erneut Sonthofen und versetzte den Franken den nächsten Gegenschlag. Als dann auch noch den „Wölfen“ die Latte im Wege stand, hatte man nach hintern noch Glück, dass Kümpel gegen Bernier parieren konnte. Zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt kurz vor der Drittelpause wurde es urplötzlich wieder spannend. Hendrikson sowie Lamich verkürzten binnen Sekunden.

Die Treffer gaben den „Wölfen“ weiter Auftrieb. Selbst ein Gegentor in Unterzahl sollte Selb nicht weiter stören. Der Lohn war der erneute Anschluss in Powerplay-Situation durch Hermle. Weiter drängten die Gäste auf den Ausgleich und ließen die Allgäuer kaum noch zum Zuge kommen. Aus den sich ergebenden Möglichkeiten machte man letztendlich aber zu wenig. Vier Minuten vor Ende kassierte Holden zu allem Überfluss noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe: sein Gegenspieler rutschte dabei lediglich aus und verletzte sich mit dem eigenen Schläger. Die Referees hatten das wohl etwas anders gesehen. Am Ausgleich war der VER dennoch weiter dran, da auch Sonthofen noch Strafen kassierte. Hendrikson vergab eine Chance der Marke „100%“ und auch Sekera übersah bei einem mäßigen Fernschuss erneut seinen freien Mitspieler Lamich. Schade drum. Am Ende verlor Selb mit 4:6, als Bernier die Gunst des leeren Selber Gehäuses – Kümpel ging für einen weiteren Feldspieler vom Eis –zwei Sekunden mit dem Siegtreffer ausnützen konnte.

Tore: 1:0 (3:05) Cech (Sauer), 1:1 (4:08) Lamich (Jeschke), 2:1 (23:02) Holler (Cech), 3:1 (25:44) Cech (Greiter), 4:1 (33:05) Endras (Varianov, Greiter), 4:2 (39:18) Hendrikson (Jeschke, Sekera), 4:3 (39:43) Lamich (Sekera), 5:3 (43:54) Vit (5-4), 5:4 (47:12) Hermle (Jeschke, Thielsch; 5-4), 6:4 (59:58) Bernier (ENG). Strafen: Sonthofen 16, Selb 12 + 5 + Spieldauer (Holden). Zuschauer: 500.