Wölfe besiegen Höchstadt mit 7:3

Bad Kissinger Wölfe verpflichten ehemaligen DEL-ProfiBad Kissinger Wölfe verpflichten ehemaligen DEL-Profi
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In der bayrischen Bezirksliga Nord verbuchte der EC Bad Kissingen einen 7:3 (2:1, 1:1, 4:1)-Sieg über den Höchstadter EC 1b.

Nicht lange mussten die 200 Zuschauer auf den ersten Jubel warten. Denn Christian Keul erzielte bereits in der dritten Minute den Führungstreffer. Etwas kurios, denn er zog einfach mal zwischen der blauen und roten Linie ab und versenkte den Puck in den Maschen. Die Gäste zeigten sich wenig beeindruckt von dem schnellen Rückstand und machten in der Folge mächtig Druck auf das Wölfetor. In dieser Phase zeigte sich, was ein guter Goalie beim Eishockey ausmacht. Oliver Ebenrett hielt sensationell und war mit Abstand bester Spieler am heutigen Abend. Belohnt wurde Ebenrett dann in der 17. Minute, als er mit einem Pass den Stürmer Ralf Schmitt so in Szene setze, dass dieser das 2:0 markierte. Kurz vor der Pause konnten die Gäste noch auf 2:1 verkürzen.

Das zweite Drittel betrachteten beide Teams als Ruhe vor dem großen Sturm. Außer den beiden Toren in der Anfangsphase passierte nämlich nicht viel im Zwischenabschnitt. Der Australienrückkehrer Lukas Gieselbrecht schoss in der 21. Minute das 3:1. Im Gegenzug erzielte Höchstadt erneut den Anschlusstreffer. Mehr gab es zu den zweiten 20 Minuten nicht zu berichten.

Dann aber kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Das letzte Drittel hatte es in sich. Zunächst höchste Spannung, denn die dünne 3:2-Führung stand auf der Kippe. Die ersten zehn Minuten ging die Partie hin und her. Beide Teams hatten ihre Chancen, wobei sich auch hier wieder die Klasse des Goalies auf Kissinger Seite zeigte. Schrecksekunde dann für die Wölfe in der 42. Minute, als der Spieler Alexander Walter auf dem Eis liegen blieb. Nach einem Zweikampf mit dem Höchstadter Marcel Leikam, musste Walter das Eis mit Verdacht auf Ellbogenbruch verlassen und wurde sofort ins Krankenhaus transportiert. Die Folge aus dieser Situation war eine Matchstrafe gegen den Höchstadter Spieler. Als ihm noch ein weiterer Spieler auf die Strafbank folgte, hätten die Wölfe die 5:3-Überzahlsituation zur Entscheidung nutzen müssen. Dem war nicht so, jedoch wurde nun der Kräfteverschleiß auf Seiten der Gäste deutlich. So kam es zum vorentscheidenden Doppelpack in der 48. Minute durch die Treffer von Sven Kaufmann und Florian Kiesel. Zwei Minuten später die gleiche Situation. Zwei Spieler von Höchstadt mussten auf die Bank, die Kissinger nutzten die Überlegenheit zunächst nicht aus, um dann in der 52. Minute mit einem erneuten Doppelpack zum 7:2 den Sack zu zumachen. Torschützen waren erneut Ralf Schmitt und Florian Kiesel. Das 7:3 in der 58. Minute war zwar nur noch Kosmetik wurde jedoch von den Wölfen regelrecht erbettelt. Mit unnötigen Strafen wurde die Strafbank der Wölfe regelrecht zur Partymeile, wo zeitweise bis zu vier Spieler saßen. Zudem kam noch eine Spieldauerstrafe gegen Lukas Gieselbrecht.