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TSG startet in die SaisonTSG startet in die Saison
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Dass sich die TSG Reutlingen zum Saisonauftakt bei der ESG Esslingen nach nur zwei Trainingswochen schwer tun würde, war zu befürchten, dass das Team von Neutrainer Hans Krüger so hart auf den Boden der Tatsachen geholt wurde, war allerdings nicht zu erwarten. So unterlagen die Reutlinger bei der ESG Esslingen in der Landesliga Baden-Württemberg mit 4:15.

Die TSG startete schwerfällig in die Partie und die Gastgeber hatten klar die ersten Torszenen. Der aus der Baden-Württemberg-Liga zurückgekehrte Wayne Kern, sowie der vom Stuttgarter EC an den Neckar gewechselte Kruer kurbelten mit sicherem Passspiel die Offensive der ESG an. Vor allem Kern war von der TSG Defensive kaum zu kontrollieren. Sein Drang zum Tor und seine Anspiele machten in dieser Partie den Unterschied aus. Überraschend war deshalb auch die Führung der TSG nach rund acht Minuten. Kevin Rummel feuerte noch vor der blauen Linie aufs Tor eher, um nicht auf den ESG-Verteidiger aufzulaufen, doch die Scheibe rutschte dem ESG-Keeper stramm unter dem Arm durch und über die Linie. Möglichkeiten die Führung abzusichern, gab es in der Folge allerdings keine. Bis Mitte des Anfangsdrittels gelang es der TSG sehr gut den Raum und die Passwege zuzumachen, sodass die ESG nur zu wenigen hochkarätigen Chancen kam. Nicht ganz erklärbar war dann aber, wieso die Raumaufteilung für den Rest der Partie verloren ging. So konnte Kern jeweils zwei Spieler der TSG im Zweikampf an sich binden und immer noch den Pass auf den freien Mann spielen. In fast identischen Spielzügen drehte die ESG das Spiel auf 3:1. Noch vor der Pause folgte durch den aufgerückten Schweigert das 4:1. Trotz des deutlichen Ergebnisses fand TSG-Trainer Krüger in der Drittelpause aufbauende Worte: „ Ich sehe nicht nur Schlechtes.“

Ausgeruht in den Mittelabschnitt verkürzte die TSG auf 4:2. Die ESG kam jedoch immer besser vor das Reutlinger Gehäuse, gewann mehr Zweikämpfe und hielt die Scheibe nach einem vergebenen Abschluss weiter im Drittel. Die TSG geriet dadurch gehörig unter Druck und verlor die defensive Zuordnung, sodass die ESG unbehindert die Führung ausbauen konnte. Genug nun für TSG Trainer Krüger, der mit einem Torhüterwechsel in der 27.Minute beim Stand von 5:2 seine Mannen zu mehr Defensivarbeit aufrütteln wollte. Für Manuel Rogge kam Florian Grad zwischen die Pfosten. Der gewünschte Effekt hielt allerdings nur kurze Zeit an und das muntere Scheibenschießen ging weiter. Kurz zusammengefasst: Bis zum Drittelende gab es weitere vier Treffer und bis zur Schlusssirene weitere sechs zum 15:4-Endstand, wobei für die TSG Haudeg und Tilgner erfolgreich waren. Trotz des desolaten Ergebnisses resümierte TSG-Trainer Krüger sachlich, indem er eingestehen musste, dass seinem Team die mit zwei Wochen kurze Vorbereitungszeit läuferisch und stocktechnisch anzusehen war. Bis zum Heimauftakt in zwei Wochen, ebenfalls gegen die ESG, bleibt also etwas Zeit zum Aufholen.


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