Wiedergutmachung

500 Zuschauer sahen kanadische Junioren500 Zuschauer sahen kanadische Junioren
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Wiedergutmachung betrieb der ESV Pinguine Königsbrunn am Sonntagabend gegen den EC Ulm/Neu-Ulm „River Hawks“. Allerdings dauerte es lange, bis der ESV ins Spiel fand und am Ende mit 6:3 (0:3, 2:0, 4:0) die Oberhand behielt. Vor allem Gästetrainer Stanislav Hlozek zeigte sich nach Spielende erbost über seine Mannschaft die ein sicheres Spiel vollkommen aus der Hand gab. Aber er stimmte mit Trainer Marian Hurtik überein, dass am Ende das Team mit dem größeren Willen gewonnen hatte.

Dabei begann das Spiel in der gut gefüllten Königsthermeneishalle erwartungsgemäß munter, denn beide Mannschaften benötigten einen Sieg. Schnell zeigte sich die spielerische Klasse der Pinguine, die sich gute Gelegenheiten in Serie erspielten. Doch ins Netz der zumindest zwei Drittel überragend haltenden Marc Pethke wollte die Scheibe nicht. Stattdessen folgte das altbekannte Szenario. In der zehnten Minute wanderte der erste Spieler für zwei Minuten auf die Strafbank und wie im schlechten Film wiederholten sich die Ereignisse der letzten Wochen, denn Ulm ging in Führung. Die nächste Strafzeit nur kurz darauf wurde schadlos überstanden und als danach Clemens Heringer einen Ulmer Penalty hielt hoffte man, dass die Königsbrunner wieder im Spiel sind. Doch eine weitere Hinausstellung brachte das 0:2. Mannschaft und Zuschauer waren geschockt. Als 55 Sekunden vor Drittelende gar das 0:3 auf der Anzeigentafel leuchtete wettete kaum einer noch auf die Pinguine.

Das zweite Drittel wurde minutenlang quälend. Die Ulmer beschränken sich auf die Zerstörung der Angriffsbemühungen des ESV und dieser wiederum verzweifelte immer mehr an sich selbst. Doch in der 36. Minute kamen die Pinguine zum 1:3. Robert Franc stocherte die Scheibe im x-ten Versuch über die Linie und nutzte dabei eine Überzahlsituation aus. Nun schöpfte das Team neuen Mut. Angetrieben von den erneut fantastischen Fans wurde zwei Minuten später der Anschluss und Pausenstand durch Andreas Klundt hergestellt.

Die Brunnenstädter kamen mit neuem Elan und einer kleinen aber äußerst feinen Reihenumstellung zurück, denn Youngster Benjamin Arnold stürmte nun neben Roland Hanemann, der nach Worten von Trainer Hurtik dadurch „wieder jung geworden ist“. Es folgte eine Demonstration der individuellen Klasse der Pinguine, die die Ulmer nun gnadenlos auseinander nahmen. Sechs Minuten waren absolviert, als der Ulmer Torwart vom eigenen Verteidiger aus dem Tor befördert wurde, so dass Max Holzmann keine Mühe hatte den Puck ins leere Tor zu schießen. Nun wuchs die Spannung, doch es schien eine Frage der Zeit wann der ESV in Führung gehen würde. In der 54. Minute war es soweit. Andreas Klundt schob nach einer traumhaften Kombination zum 4:3 ein. Vier Minuten später staubte Andreas Schwimmbeck vor dem Tor zum 5:3 ab. Dem starken Nachwuchsmann Benjamin Arnold war es dann vorbehalten, den Endstand herzustellen.

Tore: 0:1 (11.) Mascha, 0:2 (16.) Seeberger, 0:3 (20.) Augst, 1:3 (36.) Franc, 2:3 (38.) Klundt, 3:3 (46.) Holzmann, 4:3 (54.) Klundt, 5:3 (58.) Schwimmbeck, 6:3 (60.) Arnold. Strafen: Königsbrunn 16, Ulm 12.