Wieder Spektakel am Hühnerberg?ECDC Memmingen

Wieder Spektakel am Hühnerberg?Wieder Spektakel am Hühnerberg?
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Dabei wollen die Rot-Weißen nicht nur den dritten Sieg im dritten Heimspiel feiern – sondern auch an das Spektakel vom vergangenen Sonntag anknüpfen. Wie berichtet hatte der ECDC da den EV Moosburg in einem denkwürdigen Spiel mit 10:7 besiegt. „Für die Zuschauer super – für die Trainer der Horror“, urteilte Indians-Chefcoach Jogi Koch im Anschluss.

Wenn es nach Koch geht, dürfen es seine Mannen am Sonntag gegen Mitterteich ruhig etwas weniger spannend machen – und vor allem weniger Fehler im Defensiv-Verhalten produzieren. Den Fans allerdings hat die 17-Tore-Show gegen Moosburg gefallen: „Jeder, der nicht da war, hat was verpasst“, so die einhellige Meinung auf der Tribüne hinterher. Letztlich zählten für die Indians aber vor allem die drei Punkte: Nach vier Spielen steht der ECDC mit drei Siegen in der Tabelle schon passabel da und will gegen den Aufsteiger am Sonntag unbedingt nachlegen. Der Gast aus der Oberpfalz (Mitterteich liegt 345 Kilometer entfernt zwischen Weiden und Selb und hat knapp 7000 Einwohner) startet zum allerersten Mal überhaupt in der Bayerischen Eishockey-Liga und hat für dieses Unterfangen mächtig aufgerüstet. Vor allem im Abwehrbereich steht ausreichend Routine zur Verfügung. Große Hoffnungen ruhen auf dem neuen slowakischen Kontingentspieler Boris Flamik, der aus der Oberliga vom 1. EV Weiden kam und auch schon in der 2. Bundesliga gespielt hat. Mit ihm kam auch Jiri Ryzuk aus der Nachbarstadt zum EHC. Mit Sven Schalomon und Christopher Schönberger stehen weitere Spieler mit Weidener Vergangenheit im Kader des EHC. Im Angriff konnte man mit Ales Kreuzer einen echten Hochkaräter im Sommer anlocken. Im letzten Jahr gelangen ihm starke 73 Scorerpunkte für den West-Oberligisten Kassel Huskies. Mit Marvin Deske (Preussen Berlin), Fabian Bauer (Selber Wölfe) und Daniel Huber (EV Regensburg) kamen weitere Spieler aus der Oberliga nach Mitterteich. Mit diesen Neuzugängen wollen die Oberpfälzer ein gewichtiges Wort in der BEL mitreden – zweifelsohne dürften sie von allen drei Aufsteigern am stärksten einzuschätzen sein. In den ersten vier Partiengelangen den Stiftland Dragons prompt bereits zwei Siege, so dass bei den Indians allerhöchste Vorsicht angesagt sein wird. „Wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben und werden sicherlich niemanden unterschätzen – schon gar nicht eine Mannschaft mit solchen Namen wie Mitterteich“, gibt Coach Jogi Koch die Marschroute aus. Mit der richtigen Einstellung und der Unterstützung des Memminger Publikums sollte dann der nächste Heimsieg gelingen können. Spielbeginn ist am Sonntag um 18.30 Uhr, Karten gibt es noch ausreichend an der Abendkasse.