Wichtige drei Punkte gegen Buchloe

EVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale einEVR zieht nach Zitterpartie ins Bayernkrug-Finale ein
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit dem ESV Buchloe war einer der ärgsten Verfolger des EV Regensburg in der Donau-Arena zu Gast. Nur ein Punkt trennte beide Mannschaften vor diesem Aufeinandertreffen und wie bereits beim Hinspiel stand die Partie über den gesamten Spielverlauf hinweg auf des Messers Schneide. Anders als beim letzten Duell behielten diesmal allerdings die Regensburger die Oberhand. 4:3 hieß es am Ende aus Sicht der Oberpfälzer.

Dabei sah es anfangs nicht danach aus, als würde das Publikum am heutigen Abend sieben Tore erleben. Beide Mannschaften standen in der Defensive glänzend und kaum eine Aktion zwang die beiden Torhüter zum eingreifen. Die erste Strafzeit der Partie brachte dann aber gleich Zählbares ein. Als EVR-Verteidiger Benjamin Frank aufs Sünderbänkchen musste, konnte Buchloes Routinier Bohdan Kozacka die Seinen mit 1:0 in Front bringen (8.). Dieser Treffer sorgte in der Folgezeit für Unruhe in den Abwehrreihen und das Spiel wurde munterer. So hätte Daniel Huber seinen Bauerntrick beinahe zum Ausgleich verwertet, doch der Regensburger Angreifer traf nur den Pfosten. Gästegoalie Fritz-Philipp Hessel war in dieser Szene bereits geschlagen, konnte sich aber auf das Glück des Tüchtigen verlassen. Auch ein Penalty von Sven Gerike führte nicht zum gewünschten Erfolg für die Hausherren. Nur drei Sekunden nach dem anschließenden Bully durften die EVR-Fans aber doch jubeln, als Martin Ritter einen Abpraller von Hessel zum Ausgleich nutzte (13.). Die Freude der EVR-Anhänger war noch gar nicht verklungen, da mussten sie schon wieder durchatmen, als Thomas Fortney freistehend in Regensburgs Torhüter Jonas Leserer seinen Meister fand. In der 17. Minute sollte dafür Fritz-Philipp Hessel die Scheibe erneut aus dem Netz fischen. Sven Gerike hämmerte das Spielgerät bei numerischer Überlegenheit zum Regensburger Führungstreffer in die Maschen. Mit einem Vorsprung durften die Hausherren aber nicht in die Kabine gehen. Nachdem wiederum Benjamin Frank in der Kühlbox verweilte, erzielte Mario Kozlovsky den zweiten Gästetreffer (19.).

Im zweiten Abschnitt gab es dagegen nur wenige spielerische Glanzpunkte zu beobachten und beiden Teams war die Nervosität deutlich anzumerken. Als Sven Gerike in der 37. Minute eine Spieldauerdiziplinarstrafe erhielt, gerieten die Regensburger aber ins Hintertreffen. So stellte Mathias Strodel die Buchloer Powerplayeffektivität am heutigen Abend eindrucksvoll unter Beweis, als er zum 3:2 abschloss (38.).

Die restlichen Unterzahlminuten konnten die Hausherren zwar schadlos überstehen, standen im weiteren Verlauf des Schlussabschnittes aber mit dem Rücken zur Wand. So hatten sie nicht nur den Ausfall von Sven Gerike zu verkraften, sondern mussten ihrerseits versuchen, das Spiel erneut zu drehen. Kontingentverteidiger Kristoffer Bäckström fasste sich in der 46. Minute schließlich ein Herz und schloss ein schönes Solo über die gesamte Eisfläche zum dritten Regensburger Treffer ab. Nur Sekunden später sollte es aber noch besser für die Regensburger kommen, als Roman Schreyer der vielumjubelte Führungstreffer gelang (47.). Nun spielten die Oberpfälzer wie befreit auf und hätten mehrmals die Möglichkeit gehabt, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Beste Chancen blieben jedoch ungenutzt, weshalb die Schlussminuten zum Zitterspiel wurden. Trotz aller Gästebemühungen gelang es den Regensburgern diesen hauchdünnen Vorsprung über die Zeit zu bringen. (Michael Pohl)