Waldkraiburger Löwen warten auf die TigersEHC Bayreuth

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Die Blau-Gelben haben turbulente Tage hinter sich mit dem Trainerwechsel von Beslagic zum Ex-Königsbrunner Coach Vorisek oder dem Abgang des routinierten Topstürmers der letzten Jahre, Varianov, nach Hamburg in die Oberliga Nord.

Durchaus bezeichnend ist, dass Kontingentverteidiger Loboda auch aktueller Topscorer des Teams ist, weil die Oberbayern Offensivprobleme ganz einfach nicht leugnen können. Weder die Piskunov-Brüder noch die Neuzugänge Florian Barth (aus Peißenberg), Christian Birk (Pfaffenhofen) oder der verbliebene Martin Führmann, die ihre Fähigkeiten in dieser Liga ja schon unter Beweis gestellt haben, konnten da bisher Abhilfe schaffen.

Es gelangen nur 40 eigene Treffer in 13 Spielen, was mit 14 Punkten momentan nur für Platz 12 reicht, auch weil nur die letzten Drei der Tabelle noch weniger Tore erzielen konnten. Die „nur“ 45 Gegentreffer, die das Torhüterduo Weiß/Birk mit seinen Vorderleuten um die Verteidiger Alexander Schrödinger oder Peter Richter zugelassen hat, würden nämlich in einer eigenen Tabelle (rein nach Gegentoren) sogar für Platz 5 genügen. Leider fällt Torwart Weiß vorerst länger aus, doch das aktuell fairste Team der Liga wird vermutlich trotzdem wieder nicht viel für den Tigersangriff zulassen.

Chancenverwertung und Effizienz im Abschluss könnten also wichtig werden für die Waßmiller-Truppe vom Roten Main, um nach der Heimniederlage gegen Tabellenführer Sonthofen nicht weiter an Boden zu verlieren. Trotz des ausgedünnten Kaders lieferte man dem Topteam einen großen Kampf solange die Füße noch trugen, um am Ende doch nachgeben zu müssen. Zumindest bei Marcel Juhasz hat man Hoffnung, dass er wieder aufläuft. Ob sich sonst noch weitere Akteure zurück melden können, ist ziemlich unsicher. So wird Trainer Waßmiller erneut zu Experimenten in der Reihenzusammenstellung gezwungen sein. Bisher konnte man die ständigen, zahlreichen Ausfälle fast immer doch irgendwie kompensieren, förderlich ist das für die Kraftreserven der verbliebenen Akteure und den Spielfluss aber natürlich nicht. Man kann momentan nur hoffen, dass diese Misere sich bald bessert und man für das dann entscheidende Saisonfinale andere Voraussetzungen bekommt. Bis dahin heißt es den Widrigkeiten weiter zu trotzen, Punkte für die bestmögliche Ausgangsposition zu sammeln und dabei aber nicht zu viele Reserven zu verbrauchen.