Waldkraiburg und Köngsbrunn gewannen ihre Heimspiele

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Eine späte und unnötige Niederlage kassierte der ESV Pinguine Königsbrunn am Sonntagabend im direkten Rückspiel beim EHC Waldkraiburg. Durch das 5:2 (0:2, 1:0, 4:0) bleiben die Löwen das heimstärkste Team und wie von vielen erwartet gewannen die beiden Mannschaften je ihre Heimpartie, was aber keinem in irgendeiner Weise hilft.

Bei Waldkraiburg wurde am Samstag entschieden, Topscorer Dale Crombeen zu entlassen, der somit gegen die Pinguine fehlte. Dadurch schienen die Gastgeber vollkommen verunsichert und der ESV erwischte einen Traumstart. Nach genau 140 Sekunden konnte Benjamin Arnold, der sein drittes Spiel an diesem Wochenende bestritt, die Führung erzielen. Die Löwen waren total von der Rolle und übertrafen sich gegenseitig mit Fehlpässen und Unsicherheiten. Die Pinguine dagegen präsentierten sich prächtig eingestellt und mit enorm viel Herz und Einsatz. In der siebten Minute konterten die Königsbrunner mustergültig und Patrick Ullmann hatte keine Mühe ins leere Tor einzuschieben. Die Rot-Weißen traten in den folgenden Minuten im Stile eines Topteams auf und Waldkraiburg hatte nicht den Hauch einer Chance.

Doch zu Beginn der zweiten 20 Minuten wurden die Gastgeber stärker, aber selbst die größten Gelegenheiten wurden vergeben, denn der ESV hatte einen „Hexer“ namens Clemens Heringer im Tor, der schier unglaublich hielt. Ein wenig unverständlich ließen sich die Pinguine vom nach wie vor schwachen Spiel der Gastgeber von Minute zu Minute mehr einschläfern. Somit fehlte in vielen Aktionen die letzte Konsequenz. Zwei Strafzeiten zu Mitte des Drittels wurden mit Kampf und Willen überstanden und es schien, als ob Waldkraiburg mit der Zeit an sich selbst verzweifelte. Doch nach knapp 38 Minuten lag die Scheibe im Tor des ESV, als ein Schuss von der blauen Linie irgendwie den Weg in die Maschen fand.

Davon mit neuem Mut ausgestattet kam der EHC erwartet druckvoll zurück auf das Eis. Bereits vor Anpfiff des letzten Abschnitts musste Stefan Härtl passen, der sich seit einiger Zeit mit einer Handgelenksverletzung herumplagt. Zwar spielten die Löwen nun wahrlich stark auf, die Pinguine hielten aber voll dagegen. Auch die erste Strafzeit wurde erneut über die Runden gebracht. Die zweite Überzahlchance ließ sich Waldkraiburg jedoch nicht entgehen und glich zum 2:2 aus. Zum Unglück des ESV fiel nur 48 Sekunden später die Führung für die Löwen. Man merkte, dass der ESV zurück ins Spiel wollte, aber schlichtweg nicht mehr konnte. Ab der 54. Minute war dann klar, dass die Punkte nicht nach Königsbrunn kommen sollten, denn sichtlich gefrustet machten sich die Spieler Luft. So wanderten drei Pinguine in die Kühlbox, zwei davon noch mit zehn Minuten bestraft. Die Löwen nutzten das sich bietende Fünf gegen Drei aus und erzielten trotz starkem Einsatz der verbliebenen Spieler das 4:2. Trainer Hurtik nahm in der 59. Minute Torwart Heringer vom Eis, dazu erhielt der EHC noch eine Strafzeit, doch ein paar Chancen zum Anschluss wurden nicht genutzt. Stattdessen kamen die Löwen zu einem Konter und trafen zum 5:2-Endstand.

Tore: 0:1 (3.) Arnold, 0:2 (7.) Ullmann, 1:2 (38.) Richter, 2:2 (48.) Führmann, 3:2 (49.) Köttsdorfer, 4:2 (58.) Lederer, 5:2 (60.) Hanöffner. Strafen: Waldkraiburg 16, Königsbrunn 18 + 10 (Lippert) + 10 (Stürzl) + 10 (Conti).