Waldkraiburg im Penaltyschießen mit 5:4 bezwungenTSV Peißenberg

Waldkraiburg im Penaltyschießen mit 5:4 bezwungenWaldkraiburg im Penaltyschießen mit 5:4 bezwungen
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Das Spiel begann recht munter, wobei sich die Mannschaften anfangs abtasteten. Bereits in der vierten Spielminute hätte Neuzugang Garip Saliji die Führung für die Peißenberger besorgen können, doch sprang ihm die Scheibe bei seinem Alleingang zu weit weg. In der neunten Minute Glück für Peißenberg, denn der Pfosten rettete für den wieder stark haltenden Felix Barth im Tor. In der zwölften Minute gaben die Schiedsrichter einen Treffer für Peißenberg wegen hohem Stock nicht. Besser machte es dann der wiederum sehr gut aufgelegte Sebastian Buchwieser, der mit einem Schlenzer in der 15. Minute eine Kombination von Andreas Saal und Valentin Hörndl erfolgreich abschloss. Waldkraiburg zeigte seine Gefährlichkeit in der 19. Minute, als Max Kaltenhauser auf Zuspiel von Lukas Miculka in Überzahl allein auf Felix Barth zufahren durfte, und diesem keine Chance zur Abwehr ließ. Mit dem 1:1-Zwischenstand wurden die Seiten gewechselt.

 Der zweite Spielabschnitt verlief wie der erste, jedes Team konnte sich teilweise hochkarätige Chancen erarbeiten, die Torhüter verhinderten weitere Treffer. In der 24. Minute scheiterte Daniel Stowasser in Überzahl freistehend vor Patrick Vetter. Eine Minute später war Martin Führmann zur Stelle, der frei vor Felix Barth stand und das Zuspiel von Daniel Hämmerle sicher zur 1:2-Führung nutzte. Kurios dann die Situation zur 3:1-Führung der Löwen. Der Puck trudelte auf der Torlinie, die Verteidigung konnte die Scheibe nicht entscheidend aus dem Verteidigungsdrittel befördern, der Routinier Andreas Paderhuber nutzte die Verwirrung und schoss in der 30. Minute ein. Doch Peißenberg gab nicht auf und schlug in der 31. Minute innerhalb von 24 Sekunden zurück. Eine Traumkombination, von Martin Andrä über Sebastian Buchwieser schloß Martin Hinterstocker erfolgreich zum 2:3 ab. Das anschließende Bully brachte Peißenberg wiederum in Scheibenbesitz, der Puck lief diesmal über Garip Saliji und Daniel Lenz zu Florian Barth, der keine Mühe hatte, den Ausgleich aus kurzer Distanz zu erzielen. Den Unmut der Zuschauer zogen sich die unsicher wirkenden Schiedsrichter in der 36. Minute zu, als sie eine vermeintliche Abseitsstellung nicht erkannten und die 4:3-Führung der Gäste durch den Alleingang von Alex Piskunov werteten.

Den letzten Spielabschnitt begannen die Eishackler wieder sehr engagiert. Der Eifer wurde in der 43. Minute belohnt, als Martin Andrä ein Zuspiel von Sebastian Buchwieser zum viel umjubelten 4:4-Ausgleichstreffer verwertete. Pech eine Minute später für Neuzugang Garip Saliji: Zuerst wurde er bei seinem Alleingang regelwidrig gestoppt, den fälligen Penalty setzte er an den Pfosten. Parick Vetter hatte in dieser Phase des Spiels viel zu tun, sein Gegenüber Felix Barth musste bei den gefährlichen Kontern der Löwen stets aufmerksam bleiben. Beide Vertreter mussten mehrmals zeigen, dass sie Meister ihres Faches sind. Die letzte Aktion gehörte nochmal dem starken Sebastian Buchwieser, der sich durch die gesamte Abwehr spielte, jedoch am Torwart scheiterte. So mussten beide Mannschaften beim Stand von 4:4 ins Penaltyschießen gehen. Peißenberg begann durch Martin Hinterstocker, wie auch Florian Barth verwandelten sicher, Felix Barth hielt beide Penaltys von Daniel Hämmerle und Lukas MIculka. Letztendlich stehen 2 Punkte auf der Habenseite, die so nicht jeder Fan erwartet hätte.

Petr Vorisek (Trainer Waldkraiburg) „Peißenberg hat gut gespielt. Wir sind nicht zufrieden, wir können mehr und auch besser spielen. Nach dem 3:1 haben wir in der Defensive undiszipliniert gespielt. Durch die zwei Gegentore ist Peißenberg zurückgekommen. Es gab auf beiden Seiten komische Strafzeiten, die Mannschaften konnten sich nicht richtig aufs Spiel konzentrieren.“

Florian Barth (Kapitän TSV Peißenberg): „Es war sehr schwierig mit den Schiedsrichterentscheidungen. Beide Mannschaften haben so nicht ihr bestes Eishockey gespielt. Die zwei Punkte tun uns total gut. Wir haben zum dritten Mal in dieser Saison Charakter bewiesen und sind nach einem Rückstand zurückgekommen.“