Viona Harrer ersetzt Clemens Heringer

Markus Poetzel zurück in ErdingMarkus Poetzel zurück in Erding
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Einen unerwarteten Abgang müssen die Erding Gladiators bereits vor dem Beginn der Bayernliga-Saison hinnehmen. Denn Torhüter Clemens Heringer kann aus beruflichen Gründen seine Zusage nicht einhalten. „Ich habe aus Berlin kurzfristig ein sehr gutes Jobangebot erhalten. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber für meine berufliche Zukunft musste ich das Angebot einfach annehmen. Ich hätte sehr gerne in Erding gespielt, aber der Beruf geht leider vor. Ich wünsche dem Team alles Gute für die Saison“, so Clemens Heringer. Gladiators-Vize Patrick Kressler zum Abgang: „Es ist sicherlich sehr schade, dass Clemens nicht bei uns spielen wird. Aber wir legen ihm natürlich keine Steine in den Weg. Er hat sich uns gegenüber absolut fair verhalten und uns rechtzeitig Bescheid gegeben, so dass wir mit Viona Harrer bereits einen Ersatz gefunden haben.“

Die Verpflichtung von Viona Harrer ist ein Novum in der Geschichte des Erdinger Eishockeysports, da noch nie eine Frau im Kasten der Seniorenmannschaft stand. Die 22-jährige Schwester von Gladiators-Stürmer Daniel Harrer machte ihre erste Bekanntschaft mit dem Eishockeysport im Alter von fünf Jahren beim SB Rosenheim. Wie ihr Vater Siegfried Harrer, selbst erfolgreicher Torhüter, entschied sie sich für den Platz zwischen den Pfosten. Da es im Nachwuchs-Damenbereich aber keine separaten Ligen gibt, musste sich Viona Harrer auf ihrer Position gegen so manchen Jungen durchsetzen. Im Jahr 2001 stand sie vor dem Eintritt in die Deutsche Nachwuchs-Liga, kam in Rosenheim aber nicht zum Einsatz. So heuerte Harrer beim TEV Miesbach an, der zwar in der DNL nicht vertreten war, ihr dafür aber eine Chance gab. So profitierte sie weiterhin vom guten Ausbildungsniveau bei den Jungen, während sie gleichzeitig im Alter von nur 14 Jahren bereits das Tor des ESC Planegg-Würmtal hütete. Zu dieser Zeit machte sie enorme Fortschritte und bis zu ihrem 16. Geburtstag war die neue Gladiators-Torhüterin bereits fest ins deutsche Damen-Nationalteam integriert. Nach zwei Jahren in Miesbach wechselte sie in den DNL-Kader der Tölzer Löwen. Das brachte Erfolg: 2004 kam sie zu ihren ersten WM-Einsätzen in Halifax/Kanada. Verletzungsbedingt verpasste Harrer die WM 2005 in Schweden sowie Olympia 2006 in Turin.

In der letzten Saison kam sie dann zu ihren ersten Oberligaeinsätzen bei den Tölzer Löwen. „Viona ist eine Top-Torhüterin, die ohne weiteres in der Bayernliga spielen kann. Dies haben uns sowohl Axel Kammerer (Trainer Tölzer Löwen) als auch Peter Kathan (Nationaltrainer Frauen-Nationalmannschaft) bestätigt“, so Gladiators-Vize Kressler. Auch Rudi Sternkopf ist von seiner Torfrau überzeugt. „Viona ist eishockeyverrückt und tut alles dafür, dass sie sich weiterentwickelt. Ich bin mir sicher mit Viona Harrer und Sven Schubert ein erstklassiges Torhüterduo zu haben. Aber man darf auch Manuel Neubauer nicht vergessen. Der Junge hat ein Riesen-Talent und wird sicherlich auch bei den Senioren seine Chance bekommen.“

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