Viel zu früh schon abgehakt

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Wie schon gegen Weiden hatten die Dogs besonders anfänglich Probleme, ihr gewohnt schnelles Spiel aufzuziehen, weil die Tigers bereits im Aufbau störten. Im Laufe des Drittels entwickelte sich dann ein flottes Match auf Augenhöhe. Aus einer etwas unübersichtlichen Situation heraus schoss Alex Funk das 1:0; es sollte der erste von seinen insgesamt vier Treffern an diesem Abend sein. Verdient gingen die Gastgeber mit Führung in die Pause - sie waren schlichtweg effektiver.

„Ab Mitte des zweiten Drittels waren wir in meinen Augen besser“, meinte Bayreuths Coach Knut Pleger nach dem Spiel und hatte damit zumindest in Sachen optischer Überlegenheit recht. Denn die Tigers machten mehr Druck und kamen zu guten Chancen, die ein wieder bestens aufgelegter Benjamin Dirksen allesamt vereitelte. Die Schwäche seiner Mannschaft im Torabschluss, die Pleger sah, war auch hierin begründet. Die Dogs selbst agierten zunehmend abwartend und ließen sich nur wenige Male vor dem Bayreuther Kasten blicken. Dann allerdings mit Erfolg. Ein schön herausgespieltes drittes Tor und die einzige nächste Chance genutzt: Direkt nach dem 4:0 war wohl jeder im Icedome der Meinung, die Partie sei gelaufen. Gleich im Anschluss wurde man eines besseren belehrt – nun rächte sich die Passivität und die Gäste kamen binnen kurzer Zeit auf zwei Tore heran.

Jetzt witterten die Tigers natürlich Morgenluft und machten 20 Minuten lang Dampf. Ein vierminütiges Powerplay brachte die Gelegenheit zum Anschlusstreffer, aber wieder machte ihnen Alex Funk mit dem 5:3 einen Strich durch die Rechnung. Die Mighty Dogs hatten ihr Sturmspiel zwar wieder mehr aktiviert, es mangelte aber meist an Geradlinigkeit und Direktheit auf dem Weg zum Tor. Am Schluss wurde es für nicht ganz Minuten noch mal dramatisch, als Simon Knaup auf die Strafbank musste, aber die Schweinfurter hielten auch dank Dirksen diesen Heimsieg fest.

„Vielleicht lag es etwas an der Müdigkeit vom Freitag her“, erklärte Viktor Proskuryakov das oft nicht überzeugende Spiel seines Teams. Der Coach der Dogs gab zu, daß die Bayreuther Taktik, mit zwei Vorcheckern aggressivstes Pressing zu betreiben, dazu beigetragen hatte und war sich auch sicher: „Teilweise haben wir auch gedacht, es wäre schon alles im Kasten.“

Am nächsten Wochenende ist bereits Halbzeit der Vorrunde. Die einzige Mannschaft, gegen die die Mighty Dogs noch nicht angetreten sind, gibt es dann mit Waldkraiburg im Doppelpack.

Tore: 1:0 (7.) Funk (Filobok, Amrhein), 2:0 (14.) Amrhein (Dürr, Juhasz), 3:0 (28.) Funk (Nemirovsky, Filobok), 4:0 (36.) Funk (Amrhein, Schrimpf), 4:1 (36.) Bartosch (Hlozek, Zeilmann), 4:2 (37.) Bartosch (Zeilmann), 4:3 (54.) Mayer (Potac), 5:3 (55.) Funk (Nemirovsky, Eckmair/5-4). Strafen: Schweinfurt 18, Bayreuth 14 + 10 (Schadt). Zuschauer: 1400.