Viel schwieriger geht es nicht

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Nach drei Niederlagen in Folge wäre es nun eigentlich dringend an der Zeit für die Freibeuter wieder einmal zu punkten. Allerdings gehen die Piraten in beiden Spielen als krasser Außenseiter an den Start, zumal der Einsatz einiger angeschlagener Akteure immer noch mehr als fraglich ist.  

Der EHC Waldkraiburg, Bayerischer Meister des Jahres 2008, musste nur zwei Jahre später überraschend den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Den Oberbayern gelang aber der sofortige Wiederaufstieg und seither sorgen die Löwen für Furore in Bayerns höchster Liga. Die Mannschaft von Trainer Jan Smolko, der zuletzt in Dorfen engagiert war, startete zwar mit einer 1:4-Niederlage in Bayreuth in die neue Saison. Dann aber gewann der Aufsteiger acht Spiele in Serie und belegt mit 24 Punkten hinter Schweinfurt und Sonthofen den dritten Tabellenrang. Erst am letzten Spieltag mussten die Löwen wieder eine nicht einkalkulierte 2:3-Heimniederlage gegen die Königsbrunner Pinguine hinnehmen. Fehlen wird heute Abend in der EHC Defensive Verteidiger Marc Lenczyk. Der bisher so stark spielende Neuzugang aus Trostberg wird wegen einer schweren Knieverletzung sogar für den Rest der Saison ausfallen.

Das Maß aller Dinge in der Bayernliga ist aber bislang eindeutig der ERV Schweinfurt. Zehn Spiele – zehn Siege, 61:10 Tore, das ist die beeindruckende Bilanz des Halbfinalisten des Vorjahres. Das Erreichen des Halbfinales ist auch wieder das ausgegebene Saisonziel in Schweinfurt, wobei man bei der Zielvorgabe durchaus etwas tiefgestapelt haben dürfte. Die Unterfranken stellen bislang natürlich auch den torgefährlichsten Angriff und mit der Abwehr um Torhüter Benjamin Dierksen auch die weitaus beste Defensive der Liga. Teilweise setzte es haushohe Niederlagen für die Gegnerschaft, so wie zuletzt beim 7:0-Heimsieg gegen die Wanderers aus Germering. Der EC Pfaffenhofen kam gegen die Mighty Dogs gar mit 13:0 unter die Räder. ERV Trainer Viktor Proskurjakov stehen gleich eine ganze Reihe von Spitzenspielern zur Verfügung, so dass man in Schweinfurt auch den Weggang von Stefan Trolda nach Lindau oder auch von Dennis Martindale nach Pfaffenhofen offensichtlich bestens verkraftet hat. Treffsicherster Spieler ist bislang der gebürtige Kasache Igor Filobok, der aus Bad Nauheim zu den Mighty Dogs kam, mit zwölf Toren. Er wird in Buchloe allerdings fehlen, denn er ist wegen einer Matchstrafe nach einer Undiszipliniertheit beim Spiel in Königsbrunn noch gesperrt. Bester Scorer in der Ansammlung der Topstürmer beim Tabellenführer ist der inzwischen 37jährige Deutsch-Ukrainer Mikhail Nemirovsky (7 Tore, 18 Assist). Daneben zählen auch Alex Funk und Marcel Juhasz zu den besten Angreifern, die die Bayernliga zu bieten hat.