VER-Cracks bezwingen die Ice Hogs mit 7:4

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Eindrucksvoll haben die Selber Wölfe ihren ersten Sieg in der Zwischenrunde der Bayernliga eingefahren. Mit einer starken Mannschaftsleistung gelang ein 7:4 (3:2, 2:1, 2:1)-Auswärtserfolg beim EC Pfaffenhofen.

Unbeeindruckt von der neuerlichen Derbyniederlage gingen die Selber Wölfe in die Auswärtsbegegnung beim EC Pfaffenhofen. Zwar hatten die ersten Chancen die Gastgeber. Löwenberger konnte jedoch ein Zuspiel von Vokaty nicht verwerten, er scheiterte an Keeper Dirksen, der zwar angeschlagen, dank der hervorragenden Arbeit der medizinischen Abteilung dennoch eingesetzt werden konnte. Nach überstandener Unterzahl machte der VER nun auch zunehmend mehr Druck nach vorne. Mit den ersten Möglichkeiten stand es dann auch schon 1:0 für die Wölfe. Jeschke brachte den Puck vor das Tor, dort stand der nach einer Sperre wieder ins Team zurückgekehrte Hendrikson und traf im Nachschuss zur Führung. Genau zwei Minuten später stellten die Hausherren prompt den Ausgleich her. Selb brachte den Puck lange nicht aus der Gefahrenzone, Pfaffenhofen feuerte mehrfach in Richtung Selber kasten und traf schließlich durch Campbell. Beide Mannschaften boten eine flotte Begegnung und zeigten dem Publikum teils gute Spielzüge und etliche Torchancen auf beiden Seiten. Jubeln konnte dann aber der mitgereiste Anhang. Selb in Überzahl: Schneider schoss von der Blauen Linie, Keeper Lachauer wehrte noch ab, Thielsch stand jedoch zum Abstauber bereit. Lamich versuchte, den Vorsprung auszubauen. Wiederum scheiterte verzweifelt wie schon im Spiel gegen Bayreuth. Im folgenden Unterzahl konnte Selb die Scheibe lange Zeit immer wieder aus der Gefahrenzone bringen, doch dann versuchte es Kröger mit einem eigentlich haltbaren Schuss und überwand Dirksen. Keine 36 Sekunden später ging Selb wieder in Führung: Bullygewinn im Angriffsdrittel, die Scheibe ging zurück auf Jeschke, der diesen vors Tor schoss, wo erneut Hendrikson goldrichtig stand.

Im zweiten Abschnitt brachte Selb den Gegner immer mehr unter Druck. In Powerplay-Situation schloss Lamich einen gelungenen Konter über die Stationen Hendrikson und Sekera zum 2:4 ab. Die Ice Hogs fanden kaum ein Durchkommen und mussten weitere Angriffe über sich ergehen lassen, konnten den Rückstand aber noch knapp halten. Gefahr für die Wölfe in der 35. Minute. Zunächst noch Unterzahl, dann ein Notstopp von Porzig. Martynowski konnte den fälligen Penalty jedoch nicht ausnützen. Anstatt an 3.4 heranzukommen, gelang Selb dagegen noch in Unterzahl das 2:5. Genial von Sekera herausgespielt, dazu ein Traumpass auf Lamich. Die Wölfe zauberten regelrecht, mussten dann aber noch das 3:5 vor der Pause hinnehmen.

Im Schlussabschnitt machte der VER weiter souverän sein Spiel, zumal in der 44. Minute in Überzahl Siegeris erhöhen konnte. Bis zum Schluss ließ man wenig anbrennen und konzentrierte sich, den Vorsprung nicht zu gefährden. Erst in der 56. Minute konnte Pfaffenhofen treffen, Selb antwortete mit dem 7:4 durch Lamich, der hier wiederum mit Sekera ein gutes Zusammenspiel präsentierte. Wie die beiden verdiente sich die komplette Mannschaft für eine starke Leistung die Ovationen der Zuschauer.

Tore: 0:1 (5:16) Hendrikson (Jeschke, Lamich), 1:1 (7:16) Campbell (Vokaty, Martynowski), 1:2 (10:49) Thielsch (Schneider, Siegeris; 5-4), 2:2 (15:17) Kröger (Löwenberger; 5-4), 2:3 (15:53) Hendrikson (Jeschke, Sekera), 2:4 (22:26) Lamich (Sekera, Hendrikson; 5-4), 2:5 (35:21) Lamich (Sekera, Jeschke; 4-5), 3:5 (36:39) F. Birk (Kühnl), 3:6 (43:27) Siegeris (Schneider, Thielsch; 5-4), 4:6 (55:16) F. Birk (Kühnl, Löwenberger), 4:7 (56:47) Lamich (Sekera, Hendrikson). Strafen: Pfaffenhofen 14 + 10 (Kröger), Selb 14. Zuschauer: 600.