Unhappy End

ESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekanntESV Buchloe gibt erste Vertragsverlängerungen bekannt
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Das war’s für die Eishockeycracks des ESV Buchloe: Nach dem 3:7 (0:2, 3:2, 0:3) beim ERV Schweinfurt verfehlten sie das Play-off-Halbfinale der Bayernliga und schließen die Zwischenrunden-Gruppe B als Vierter ab. Die Partie im Icedome der Kugellagermetropole wurde dem Prädikat „Endspiel“ mehr als gerecht. In der dramatischen, von Kampf geprägten Partie lagen die Buchloer Pirates bereits 0:4 zurück, kamen aber durch einen furiosen Zwischenspurt auf 3:4 heran und sorgten für ein mulmiges Gefühl unter Fans und Spielern der Schweinfurter Mighty Dogs. Im Schlussdrittel spielten die Unterfranken aber ihre Offensivstärke aus und sicherten sich mit drei Toren den Sieg.

Am Anfang hatten die Buchloer, die neben Robert Mayer auch auf den erkrankten Oliver Braun verzichten mussten, mehr vom Spiel. Begünstigt wurden sie dabei von drei Strafzeiten der Schweinfurter in den ersten zehn Minuten. Die Heimspieler überstanden die Hinausstellungen jedoch schadlos. Kurz nachdem die erste Strafzeit für Buchloe abgelaufen war, trafen dann die Mighty Dogs zur 1:0 Führung durch im Vorfeld eigentlich verletzt gemeldeten Simon Knaup (11.). In der Folge retteten einmal der gewohnt sichere Keeper Florian Warkus und einmal der Pfosten für die Buchloer, die ihrerseits einige Konterchancen ausließen. So erhöhte Schweinfurts Lette Roman Nikitins kurz vor der Pause zum 2:0 (20.).

Im Mittelabschnitt bewiesen die Schweinfurter ihre spielerische wie individuelle Stärke bei numerischer Überlegenheit: Michael Heindl bestrafte das erste Foul eines Buchloers im zweiten Drittel mit dem 3:0 (27.) und Marcel Juhasz nutzte bei doppelter Überzahl die Vorarbeit Knaups zum vierten Tor des ERV (29.). Nach Peter Klemms Gegentreffer (32. bei 5:4) ahnte unter den Schweinfurtern noch niemand „Böses“. Doch mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute (38.). änderte sich dies schlagartig: Erst verwertete Bastian Simmler eine sehenswerte Kombination über Peter Vrbas und Christian Warkus, dann traf Martin Kohlhund bei Überzahl nach einem Pass von Pavel Mojtek zum 3:4.

Wie eine Bombe schlugen die zwei Tore im mit rund 1600 Zuschauern gut gefüllten Icedome ein. Die lautstarke Kulisse war plötzlich gespannter Stille gewichen, denn nun stand das Spiel auf des Messers Schneide. „Wir waren wild entschlossen, noch mal richtig anzugreifen“, beschrieb Buchloes Coach Norbert Zabel die Simmung in der Kabine während der zweiten Pause.

Die Torhüter Warkus und Varian Kirst auf Seiten der „Mighty Dogs“ rückten im Schlussdrittel in den Blickpunkt, denn beide Teams erarbeiteten sich nun reihenweise Torgelegenheiten. Wiederum im Überzahlspiel traf Simon Knaup zum 5:3 und avancierte damit zum Helden des Spiels (48.). Die Pirates versuchten daraufhin noch einmal alles, doch Michael Heindl nutzte die aufgrund der verstärkten Offensive entstehenden Lücken zu zwei Toren (53. und 58.) und sorgte damit letztlich noch für einen klaren 7:3-Endstand. „Es hat nicht sollen sein“, zog Zabel ein enttäuschtes Fazit. Doch er erkannte auch die spielerische Klasse der Schweinfurter an: „Sie haben zwei torgefährliche Blöcke und vor allem ein Super-Überzahlspiel.“