Unentschieden gegen Schongau

EV Lindau bleibt in der LandesligaEV Lindau bleibt in der Landesliga
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Einen Punkt auf Tabellenführer Königsbrunn verloren, dennoch an Zuversicht gewonnen. Das ist das Fazit des EV Lindau nach dem 2:2 (1:2, 1:0, 0:0) bei der EA Schongau.

Die Islanders erwarteten ein intensives Spitzenspiel mit viel Gegenwehr – und das bekamen sie auch. Ein Gegner, der mit hohem Tempo agiert, hart auf den Körper spielt – wenn auch nicht in jedem Fall korrekt - und auch selbst aktiv wird, das war die EA Schongau, die ihr bestes Saisonspiel zeigte. Die Gäste brauchten ein Drittel um sich auf diese Gangart, die sie zuletzt in der Vorbereitung gegen höherklassige Gegner zu spüren bekamen, einzustellen. Schon früh gerieten die Lindauer in Rückstand. Nach einer nicht unbedingt berechtigten Strafe gegen Markus Schweinberger konnten die Allgäuer in der vierten Minute gleich ihr erstes Powerplay nutzen. Den harten Schuss von Friedrich Weinfurtner konnte EVL- Goalie Waldemar Quapp noch parieren, gegen Bastian Grundners Nachschuss war er machtlos. Das gab der EAS weiteren Schwung, die Gäste hatten zu kämpfen. Auch die nächste Strafe mussten die Lindauer einstecken und hart arbeiten, um nach zehn Minuten einen Zwei-Tore-Rückstand zu vermeiden. Nicht nur das gelang den Islanders, sie kamen sogar zum Ausgleich. Es war eine Energieleistung des starken Pavel Mojtek, der sich an der eigenen blauen Linie die Scheibe erkämpfte, bis zum gegnerischen Tor durchsetzte, Schongaus Torhüter Maximilian Bergmann versetze und links oben zum 1:1 traf. Jetzt waren die Islanders im Spiel angekommen, brachten sich aber schon fünf Minuten später selbst um den Lohn. Nach einem Stellungsfehler konterten die Gastgeber mit drei Spielern gegen einen. Es war erneut Grundner, der mit einem verdeckten Schuss erfolgreich war und die 2:1 Pausenführung für Schongau erzielte.

Dennoch hatten die Islanders jetzt ins Spiel gefunden. Ab dem zweiten Durchgang eroberten sich die Lindauer mehr Spielanteile und kamen schnell zum Ausgleich. Eines ihrer wenigen Überzahlspiele nutzte Dominic Mahren, der nach Vorlage von Christof Hehle seinen eigenen Abpraller aufnahm und zum 2:2 einschoss (24.). Es sollte bereits das letzte Tor an einem unterhaltsamen Abend sein, den leider nur 100 Zuschauer in Schongau verfolgten. Beide Torhüter hatten dennoch gut zu tun. Die Gäste wurden vor allem dann gefährlich, wenn sie schnell umschalteten. „Leider haben wir diese Situationen mit einem Mann mehr nicht optimal zu ende gespielt“, sagte Willy Bauer. „Da wäre wesentlich mehr für uns drin gewesen.“ Positiv vermerkte der Lindauer Trainer, dass seine Mannschaft Körperspiel und Tempo besser annahm. „Allerdings hätte ich mir bei fünf gegen fünf einen größeren Willen gewünscht, das Glück zu erzwingen. Gerade wenn man auch einen guten Torwart gegen sich hat, muss man noch mehr Zug zum Tor haben.“ Hier taten sich die Islanders schwer, hochkarätige Chancen herauszuspielen. Die hatten die Islanders im Schlussabschnitt dann zwar ebenso wie der Gegner. Aber auch wenn der EVL optisch überlegen und dem Siegtreffer näher war, „geht das Unentschieden in Ordnung.“ Ein Minuspunkt mehr auf dem Konto der Islanders zwar, spielerisch und kämpferisch aber war es ein Schritt in die richtige Richtung vor dem nächsten schweren Spiel am Sonntag in Kempten.