Und noch ein Sieg gegen Memmingen

Sekera beim Auftakt gesperrtSekera beim Auftakt gesperrt
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Perfektes Wochenende für den VER Selb. Nach dem 5:1-Heimerfolg folgte auch im Rückspiel beim ECDC Memmingen ein hochverdienter 4:1 (1:0, 1:0, 2:1)-Auswärtssieg. Damit festigen die Wölfe den zweiten Tabellenplatz in der Bayernliga.

Neben dem gesperrten Thielsch, mussten die Wölfe im Rückspiel beim ECDC Memmingen auch auf den verletzten Waßmiller verzichten. Selbiger feierte derweil zusammen mit Wegmann im Trainergespann einen 7:3-Sieg der 1b-Mannschaft über den ERC Ingolstadt. Die Bayernligamannschaft indes musste bereits nach wenigen gespielten Sekunden kräftig durchatmen. Jorde setzte sich durch, scheiterte allerdings an Keeper Dirksen. Das gab seinen Vorderleuten Auftrieb. In Person von Jaworin kamen so auch die Wölfe kurz darauf zu einer guten Möglichkeit. Mit großer Konzentration überstand man zudem zwei Unterzahlspiele. Während weiterhin ein Konter von Kerber durch Porzig und Thumm in der Abwehr umgehend gestoppt werden konnte, bauten die Holden-Jungs immer mehr Druck auf. Gute Chancen waren an der Reihe. Schließlich durfte der mitgereiste Anhang im sonst vergleichsweise spärlich besetzten und vor allem äußerst ruhigen Rund jubeln. Die Führung resultierte aus einem sehenswerten Zusammenspiel: Hendrikson zu Sekera, die Scheibe ging flott weiter vors Tor zu Lamich, der schließlich Keeper Wagner versetzte. Dieselbe Reihe hatte nur Momente darauf gar die Gelegenheit zum Ausbau des 1:0. Diesmal war Wagner aber zu Stelle. Memmingen kam im ersten Abschnitt nur noch selten nach vorne. Einzig Dolezal versuchte es, scheiterte aber an Horvath und Dirksen. Ansonsten dominierten die Wölfe von Minute zu Minute mehr. Selbst in Unterzahl fanden die Gastgeber kaum ein Durchkommen. Selb allerdings vergab, wie auch schon im Hinspiel am Freitag, zu oft aus aussichtsreicher Position.

So auch lange Zeit im zweiten Spieldrittel, als man gar in Unterzahl einige Konter fahren konnte. Wagner leistete im Tor der Hausherren gute Arbeit ab. Die war ob der Überlegenheit des VER auch nötig. Ohne die fehlenden Topstars Nagle und Löhle war im Memminger Angriff neben gegen die starken Hochfranken nicht viel auszurichten. Doch erst in der 36. Minute schlugen die Wölfe wieder zu. Setzer stürmte ins gegnerische Drittel, brachte die Scheibe zu Youngster Schiener, der mit großem Können zum 2:0 einschieben konnte. Betrübend aber dann eine Aktion kurz vor der Pausensirene. Hendrikson prallte mit einem Gegenspieler zusammen. Dies wurde als Foul gesehen. Da der Memminger aber auch noch ein paar Tropfen Blut verlor, gab es in diesem Fall regelgerecht eine Spieldauerdisziplinarstrafe für Hendrikson.

Mit 3:5-Unterzahl startete Selb in den letzten Abschnitt. Erneut ließ man die Gastgeber kaum zum Zuge kommen und bestrafte das ganze auch noch. Schneider brachte den Puck weit zu Fischer, der wartete und passte geschickt auf Siegeris, der das Zuspiel zum nächsten Treffer verwandelte. Selbst als neben Hendrikson nun auch Hermle verletzungsbedingt ausfiel, beherrschte der VER Gegner und Spiel. Als gar fünf Verteidiger auf einmal einen Block bildeten, ergaben sich weitere Chancen, bis erneut Siegeris in Überzahl der nächste Treffer gelang. Wie schon Tage zuvor ein Doppelschlag des Angreifers, bei dem nach großartigen Spielen wohl nun auch endgültig der Knoten in Sachen Toreschießen geplatzt sein dürfte. Ärgerlich aber das Ende der Partie: Zwei Sekunden vor dem Ende kam Memmingen in Überzahl noch zum Ehrentreffer und vermasselte Dirksen den nächsten hochverdienten Shut-Out. Dennoch: die Freude über ein rundum gelungenes Wochenende, bei dem heute Betreuer Wolfgang Janda mit dem nächsten Dreier ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht wurde, überwiegt. Und die Schlachtenbummler hatten ohnehin ein feines Gespür für ihre Helden. Die Mannschaft wurde kräftig gefeiert und Dirksen und Siegeris wurden zu einem gemeinsamen Tänzchen aufgefordert.

Die Wölfe taten an diesem Wochenende viel im Kampf um die Play-Off-Plätze. Mit wichtigen Punkten wurde zudem der zweite Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Miesbach gefestigt. Das nächste Heimspiel haben die Selber Wölfe am kommenden Freitag um 20 Uhr gegen den ESV Buchloe. Bei den Allgäuern wurde schon der erste Auswärtssieg der Saison gefeiert. Doch die Mannschaft kommt nach einem zähen Saisonverlauf wieder voll in Fahrt. Unter ihrem neuen Coach Norbert Zabel gelang dem Team mit den beiden Siegen an diesem Wochenende über den EHC Waldkraiburg nun schon der dritte Sieg in Folge. Ein schweres Unterfangen also wiederum für Holden und Co, die dabei auf jeden Fall auf den gesperrten Hendrikson verzichten müssen. Allerdings wird Thielsch nach Abbrummen seiner Sperre wieder zurück ins Team kehren.

Zwei Tage später (18 Uhr) geht es für den VER zum TSV Erding. Dort will man natürlich Revanche für das 2:7 im Hinspiel und der bislang einzigen Heimniederlage dieser Saison nehmen.

Tore: 0:1 (10:59) Lamich (Sekera, Hendrikson), 0:2 (35:26) Schiener (Setzer), 0:3 (43:08) Siegeris (Fischer, Schneider; 4-5), 0:4 (50:25) Siegeris Holden, Lamich; 5-4), 1:4 (59:58) Pyka (Nieder, Pfeiffer; 5-4). Strafen: Memmingen 12, Selb 16 + 10 (Porzig) + 5 + Spieldauer (Hendrikson). Zuschauer: 920.