Überraschung in Rosenheim

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
Lesedauer: ca. 3 Minuten

„Was mir nicht so gefallen hat war das Unterzahlspiel“, so Trainer Craig Streu in der Vorwoche. Deshalb lag ein Schwerpunkt der Trainingsarbeit in dieser Woche genau dort. Dass das Unterzahlspiel am Freitag bei den Starbulls Rosenheim gleich im ertsen Drittel so wichtig werden würde konnte er allerdings nicht wissen. So gewannen die Black Hawks Passau ihr Oberligaspiel bei den Starbulls Rosenheim überraschend mit 2:1 (0:0, 1:0, 1:1).

Die Black Hawks gerieten von Beginn an mächtig unter Druck. Aber die Defensivabteilung stand gut und auch Daniel Huber, der wieder das Passauer Tor hütete, war von seinen Blessuren nichts anzumerken. In der 8. Spielminute dann die erste Unterzahl. Doch die Black Hawks schafften es immer wieder sich zu befreien und den Puck aus dem eigenen Drittel zu spielen. Richtig brenzlig wurde es dann ab der 16. Minute. Erst kassierte Alex Gantschnig eine Zwei-Minuten-Strafe, dann weitere 45 Sekunden später erhielt Martin Rehthaler für einen Check von hinten zwei plus zehn Minuten. Die Folge war eine 3:5-Unterzahl der Habichte. Jetzt setzten sich die Starbulls zwar im Angriffsdrittel fest, aber Daniel Huber verhinderte mit etlichen Glanzparaden den Passauer Rückstand. Kaum waren die Black Hawks wieder zu viert, musste Philipp Michl auf die Strafbank. Nochmal 15 Sekunden in doppelter Unterzahl. Kurz vor Ende des Drittels gesellte sich dann auch noch Miro Dvorak dazu. Zum Glück diesmal nur elf Sekunden zu dritt. Mit viel Einsatz überstanden die Habichte so das erste Drittel ohne einen Gegentreffer hinnehmen zu müssen.

Das zweite Drittel begann durch die Dvorak-Strafe noch in Unterzahl. Nur mit viel Glück überstanden die Hawks auch das. Alan Reader verpasste den mittlerweile überfälligen Führungstreffer für die Starbulls. Im Gegenzug ging dann ein Schuß von Max Kaltenhauser nur knapp am Gehäuse von Claus Dalpiaz vorbei. Dann endlich die Chance für die Black Hawks sich selbst im Powerplay zu beweisen. In der 24. Minute musste Bergmann vom Eis und Passau die Möglichkeit in Führung zu gehen. Doch auch die Starbulls verstehen sich auf Penaltykilling und ließen kaum Einschussmöglichkeiten zu. Bis zur 32. Minute, da legte Alex Gantschnig auf Verteidiger Miro Dvorak zurück und der hämmerte den Puck in die Maschen. 1:0-Führung für die Black Hawks. Doch fast postwendend die nächste Strafe gegen die Gäste. Diesmal erwischte es Kapitän Mike Muller. Erneut fehlte es aber dem Rosenheimer Aufbau an Präzision. Die beste Chance im Powerplay hatte diesmal Passau. Daniel Bucheli ließ mit dem Puck zwei Rosenheimer aussteigen und scheiterte nur an Claus Dalpiaz. Schiedsrichter Ulrich Hatz schien das nicht zu schmecken. Kaum war Muller wieder von der Bank zurück, schickte er Alex Gantschnig dorthin. Als Daniel Huber auch noch reklamierte, kassierte er dafür eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe. Dadurch wurde das Spiel jetzt hektisch. Die Black Hawks kämpften um jeden Zentimeter Eis und um jeden Puck und retteten die knappe Führung in die zweite Pause.

Kaum hatte das letzte Drittel begonnen, wurde der Passauer Kampfgeist belohnt. Auf Vorlage von Youngster Vincenz Mayer erhöhte Routinier John Sicinski auf 2:0 für die Gäste. Doch die Starbulls gaben sich noch nicht geschlagen. Wenig später gelang Stefan Gottwald mit einem Break der Anschlusstreffer für die Grün-Weißen. Dann erneut Strafe gegen Passau. Wieder schaffte Passau die Überzahl zu überstehen. Die Riesenchance auf den Ausgleich hatte wenig später Mitch Stephens als Rosenheim ein Penalty zuerkannt wurde. Doch der Mann des Spiels, Daniel Huber, konnte auch diesen entschärfen. Die Strafenflut gegen die Black Hawks setzte sich aber fort. Philipp Michl kassierte für einen hohen Stock sogar fünf Minuten plus Spieldauerstrafe. Damit fehlt Michl auch am Sonntag gegen den EHC Dortmund. Die Abwehr um Mike Muller stand aber auch in diesen fünf Minuten perfekt und wenn doch ein Schuss durchkam, dann war da immer ein grandioser Daniel Huber und ließ die Starbulls verzweifeln. Kurz vor Ende des Spiels hatte John Sicinski die endgültige Entscheidung auf dem Schläger, aber brachte den Puck nicht im Gehäuse unter. Eine klasse Leistung der Black Hawks, die trotz Benachteiligung aufopferungsvoll gekämpft haben, bringt somit den ersten Sieg gegen Rosenheim in der laufenden Saison und den dritten unter Craig Streu.

Tore: 0:1 (31:26) Miroslav Dvorak (Alexander Gantschnig), 0:2 (40:41) John Sicinski (Vincenz Mayer, Thomas Vogl), 1:2 (44:24) Stephan Gottwald (Mitch Stephens). Strafen: Rosenheim 8, Passau 10 (Rehthaler) + 10 (Gantschnig) + 10 (Huber) + 5 + Spieldauer (Michl). Zuschauer: 1621.